Nicht das letzte Mal

„Land unter“: Die Flut, die traurige Rekorde brach

Niederösterreich
15.09.2026 05:00

Heute vor genau zwei Jahren wurde erstmals in der Geschichte von Niederösterreich das ganze Land zum Katastrophengebiet erklärt. Hunderte Millionen Euro werden in den Hochwasserschutz gesteckt, denn eines ist sicher: Regenereignisse werden seltener, aber heftiger.

Es war der 15. September 2024, wo im wahrsten Sinne des Wortes alle Dämme brachen und zum ersten Mal in der Geschichte des Bundeslandes flächendeckend Katastrophenalarm ausgerufen wurde. Die extremen und nicht mehr aufhören wollenden Regenfälle fluteten das ganze Land und machten selbst kleine Rinnsale zu reißenden Flüssen, ganze Orte überschwemmten.

„Insbesondere waren Pielach, Sierning, Perschling, Große und Kleine Tulln, Lainsitz und Kamp-Oberlauf betroffen“, erinnert sich Landesvize Stephan Pernkopf an die dramatischen Wochen, die auch Tote forderten. Fast 100.000 Feuerwehrmitglieder, aber auch viele Zivilisten stellten sich in den Dienst der guten Sache und halfen, wo es nur geht, um Leiden zu lindern und Schäden zu verhindern.

Hunderte Millionen Euro für Hochwasserschutz
Zwei Jahre nach der Katastrophe arbeitete man weiter und noch entschiedener an den Hochwasserschutzmaßnahmen. 35 Projekte, in die 141 Millionen Euro investiert worden sind, sind nach der Flut 2024 fertiggestellt worden, resümiert Pernkopf.

„Weitere 37 Projekte um 55 Millionen Euro wurden neu begonnen. Und bis einschließlich 2028 ist der Beginn von weiteren 32 Projekten mit rund 160 Millionen Euro geplant“, gibt der für Naturkatastrophen zuständige Landesrat einen Ausblick auf die nächsten beiden Jahre. Denn eines ist laut Forschern so gut, wie sicher: Regenereignisse werden zwar weniger, aber dafür mitunter auch immer heftiger.

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