Eine riesige Fan-Abordnung empfing Andreas Ernhofer nach der Para-EM der Schwimmer am Flughafen in Schwechat. Sie feierten ihren Doppel-Europameister, der in Kocaeli (Türkei) auch noch Bronze gewann. Mit einer traditionellen Salami-Pizza wurde anschließend gefeiert. Vor 13 Jahren konnte Andi nicht einmal alleine essen.
Familie, Freunde und Sponsoren. Sie alle empfingen mit Fahnen, gebastelten Schildern, personalisierten T-Shirts und viel Jubel Andreas Ernhofer am Flughafen in Schwechat. Der Doppel-Europameister dachte an die Worte, die sein Trauzeuge Andreas Onea (selbst Para-Schwimmer) bei Andis Hochzeit gesagt hatte: „Erfolge werden dadurch besonders, wenn man sie mit lieben Menschen um einen gemeinsam feiern kann.“ Und das wurde nach dem Flughafen in einer Pizzeria auch tatkräftig gemacht.
„Sie sind die besten Leute“
Zu seinen Leistungen sagte er: „Das war mega. Aber ich habe noch einiges vor. Mein ganz großer Traum sind die Paralympics 2028 in Los Angeles.“ Großer Dank ging an Betreuerin und Ehefrau Lena, Trainer Gerhard Pukl und Physio Stefan Ernhofer, der auch Co-Trainer und sein Cousin ist: „Sie sind in ihren Positionen die besten Leute, die es gibt. Ohne ein so gut funktionierendes Team sind solche Erfolge nicht möglich.“
„Kaum jemand weiß, was alles dahinter steckt“
Zu seinen großen Emotionen in der Türkei und beim Empfang sagte Ernhofer, der 2014 bei einem Badeunfall fast ertrunken wäre und seitdem querschnittgelähmt ist: „Da geht dir alles wie in einem Super-Zeitraffer durch den Kopf. Kaum jemand weiß, was alles dahinter steckt, wie viele Jahre harte Arbeit das waren. Nach dem Unfall konnte ich auch meine Arme nicht bewegen. Ich konnte nicht alleine essen und trinken, habe für alles Hilfe benötigt. Damals war noch keine Rede von Sport. Da ging es nur um das Überleben.“
Am Anfang eine große mentale Überwindung
Der Niederösterreicher erzählt weiters: „Ich weiß noch, wie ich bei der Therapie einen Arm eine halbe Sekunde in der Luft halten oder später wieder alleine Zähneputzen konnte. Das waren Meilensteine.“ Jetzt gelangen ihm sportliche Meilensteine: „Dass ich das auch noch in dem Element, in dem ich beinahe ertrunken wäre, geschafft habe, macht es noch spezieller. Denn am Anfang war das Schwimmen für mich eine große mentale Überwindung gewesen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.