Hinter einem wiedereröffneten Friseursalon in Graz steckt eine prominente „Queraussteigerin“. Ex-KFG-Stadträtin Claudia Schönbacher hatte bereits in der „Krone“-Serie vor der Gemeinderatswahl angekündigt, wieder zu Kamm und Schere zu greifen, wenn das Polit-Projekt scheitert – und schritt nun zur Tat.
„Ich schwör, ich wär so gerne wieder Friseur“, sang schon Thomas D. von den Fantastischen Vier. Allerdings ist das liedgewordene Heimweh nach dem erlernten Beruf nun knapp 30 Jahre alt und der Deutsche ist noch immer als Musiker tätig – mit unverändert großem Erfolg.
0,7 Prozent besiegelten das Ende des KFG
Anders liegt der Fall bei Claudia Schönbacher, gelernte Friseurin mit eigenem Salon in Graz-Gries. Dieser lag viereinhalb Jahre auf Eis – war lediglich ihr „persönlicher Schönheitssalon“, meint sie schmunzelnd –, während sie für den KFG im Grazer Stadtsenat saß. Wenn der Wiedereinzug nicht klappe, würde sie in ihren angestammten Beruf zurückwechseln, sagte sie im Rahmen der „Krone“-Wahlserie vor dem Urnengang im Juni. Mit 0,7 Prozent für den KFG lag die Konsequenz auf der Hand, und so wurde Schönbachers Salon „Die Schönmacher“ am Montag offiziell wiedereröffnet.
Sie habe über den Sommer „die eine oder andere Schulung gemacht, aber die meisten Handgriffe sitzen noch“, sagt die Wiedereinsteigerin. Ihre neuen Schwerpunkte sind Braut- und Eventstyling sowie Farbtypberatung – für den KFG wählte die Ex-FPÖlerin damals Petrolblau. Die größte Herausforderung sei es gewesen, die einzelnen Utensilien nach fast fünf Jahren Brache wieder anzufinden, lacht die Neo-Friseurin.
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