Jahr für Jahr wandern Amphibien zu ihren Laichplätzen – viele überleben diese Reise nicht. Auch in Vorarlberg werden die Tiere häufig auf der Straße von Autos überrollt. Deshalb nehmen auch die Populationszahlen stetig ab.
Weltweit zählen Amphibien zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen. Auch bei ehemals weitverbreiteten Arten wie der Erdkröte (Bufo bufo) oder dem Grasfrosch (Rana temporaria) ist mittlerweile ein deutlicher Bestandsrückgang zu verzeichnen. Die Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs zeigt einen anhaltend rückläufigen Trend bei den Populationen der heimischen Arten.
Straßenüberquerungen als Todesfalle
Hauptproblem ist der Rückgang und die Zerstückelung von Lebensräumen. Wenn die Tiere zu ihren Laichplätzen wandern, müssen sie viel zu oft Straßen überqueren – und das ist lebensgefährlich. Gehsteigkanten, Entwässerungsschächte und -rinnen können darüber hinaus zu unüberwindbare Barrieren oder Fallen werden.
Deswegen finden sich Jahr für Jahr hunderte freiwillige Helfer, die mit temporären Schutzmaßnahmen versuchen, den Kröten, Fröschen und Molchen das Leben etwas leichter zu machen. Der Abschlussbericht der Amphibienkoordinationsstelle für die Jahre 2024 bis 2026 zeigt: Im Projektzeitraum wurden an 22 bis 33 Stellen entsprechende Maßnahmen umgesetzt, jährlich konnten so rund 10.000 Amphibien gerettet werden.
Freiwillige betreuen Schutzzonen
Die Schutzmaßnahmen sind etwa temporär aufgestellte Zäune an Verkehrswegen während der jährlichen Wanderungen. Die Freiwilligen betreuen diese Schutzzonen dann entsprechend. Zudem wird versucht, langfristige Lebensraumverbesserungen umzusetzen und Bewusstseinsbildung voranzutreiben.
Grillfest als Dankeschön
Als Zeichen der Wertschätzung lud das Land Vorarlberg die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den vergangenen zwei Jahren zu einem Dankes-Grillfest ein. „Wir haben in Vorarlberg das Glück, viele engagierte Menschen zu haben, die hinschauen, selbst mitanpacken und die Amphibien sicher über die Straßen bringen. Diese Bereitschaft verdient höchste Anerkennung“, erklärte Landesrat Christian Gantner (ÖVP) dazu.
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