Das Fotomuseum Westlicht in Wien zeigt bis Ende November die Welt in Pressefotos: Hart und schonungslos, wunderschön und berührend.
Wie brutal der „American Dream“ unter Donald Trump platzt, führt das World Press Foto des Jahres auf erschütternde Weise vor Augen: Verzweifelte Mädchen, die beiden Töchter des Ecuadorianers Luis, klammern sich an ihren Vater, der nach einer Verhandlung von der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE in Gewahrsam genommen wird. Er war der Einzige, der die Familie ernähren konnte. Die US-Fotojournalistin und vierfache Pulitzer-Preisträgerin Carol Guzy dokumentierte in dieser Szene vom August 2025 in New York City die dramatischen Folgen der verschärften US-Einwanderungspolitik.
Zum 25. Mal – so alt ist das Westlicht heuer geworden – führen 150 der besten Pressebilder des vergangenen Jahres den Zustand der Welt vor Augen. In aller Härte, aber auch in aller Schönheit. Kalt lässt diese Reise niemanden. Sie führt durch sechs Weltregionen, erzählt große politische und gesellschaftliche Entwicklungen, aber auch kleine, persönliche Schicksale und Geschichten. Ausgewählt wurden die Gewinner von internationalen Fachjurys. Sie kürten die besten Fotos aus 57.376 Einreichungen von 3747 Fotografinnen und Fotografen aus 141 Ländern.
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