Maßnahmen gefordert

Stadt lechzt nach Abkühlung an heißen Sommertagen

Niederösterreich
11.09.2026 17:00

„Zurück zu den Wurzeln“ will man unter anderem in Wiener Neustadt, wo nach Lösungen gesucht wird, um vor allem das Zentrum vor immer heißer werdenden Tagen zu schützen. 

Vizebürgermeister Rainer Spenger und Umweltstadtrat Norbert Horvath wollen Wiener Neustadt „klimaresilienter“ machen. Vorgeschlagen werden unter anderem mehr Bäume und Schattenplätze, Fassadenbegrünungen, die Entsiegelung geeigneter Flächen sowie zusätzliche Trinkbrunnen und Regenwasserspeicher.

Bäume in den Fußgängerzonen sorgen jetzt schon für ein wenig Abkühlung. In Zukunft wolle man auf ...
Bäume in den Fußgängerzonen sorgen jetzt schon für ein wenig Abkühlung. In Zukunft wolle man auf das bewährte „Schwammstadtprinzip“ setzen, das zwar teurer ist, aber dafür ein Überleben der Pflanzen bei langen Trockenperioden garantiert.(Bild: Doris Seebacher)

Zahlreiche Bäume werden den heurigen Hitzesommer nicht überleben
„Etwa 150 Bäume stehen derzeit unter Beobachtung, weil es sein könnte, dass sie den heurigen Hitzesommer nicht überleben werden“, so Horvath. Mit einer interessanten Idee lassen die beiden für den zum Großteil asphaltierten Hauptplatz aufhorchen. Der Innengang des beliebte „Marienmarktes“ könnte mit einer begrünten Überdachung überspannt werden.

Auch ein Hitzeaktionsplan ist Teil des Konzepts: Die Bevölkerung soll frühzeitig vor Hitzewellen gewarnt werden, Seniorenclubs könnten etwa als „Cooling Center“ genutzt werden. Zudem fordert die SPÖ eine Überprüfung städtischer Gebäude auf Hitzetauglichkeit sowie Klimaanlagen für Kindergärten und Pflichtschulen.

Bereits gestartetes Vorzeigeprojekt am ÖGB-Parkplatz am Babenbergerring. Hier werden gerade die ...
Bereits gestartetes Vorzeigeprojekt am ÖGB-Parkplatz am Babenbergerring. Hier werden gerade die ersten 27 Parkplätze entsiegelt, neue Bäume und klimafitte Stauden gepflanzt sowie eine Blumenwiese gesät. Im Bild: Grünraum der Stadt Wiener Neustadt-Leiter Florian Fux, Infrastrukturstadtrat Franz Dinhobl, Sonja Gattringer (Gruppenleiterin Flächenmanagement & Geoinformation) und Umweltstadtrat Norbert Horvath vor dem bereits umgesetzten Projekt,(Bild: Stadt Wiener Neustadt/Weller)

„Wir wissen, dass unsere finanziellen Spielräume eng sind“, betonen Spenger und Horvath abschließend – ihre Vorschläge haben sie bereits für die Budgetplanung 2027 bis 2030 eingebracht.

Den gesamten Aktionsplan finden Sie auf www.spwn.at

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