Ein neues Kooperationszentrum an der Linzer Universität soll ab Oktober Innovationen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz an heimische Industrieunternehmen vermitteln. Das Land Oberösterreich investiert dafür vorerst 2,65 Millionen Euro.
Auf dem Campus der Johannes Kepler Universität in Linz errichtet das aus Silicon Valley stammende Innovationsnetzwerk Plug and Play für Start-up-Kooperationen sein, wie es heißt, erstes Exzellenzzentrum in der EU. Ziel vom „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ sei es, internationale Innovation schneller in die oberösterreichische Industrie zu bringen sowie heimischen Unternehmen neue Zugänge zu Technologien, Start-ups und internationalen Partnern zu eröffnen.
Start im Oktober
Die oberösterreichischen Industriebetriebe Keba, Primetals Technologies, Swietelsky, TGW Logistics und Voestalpine sind Kooperationspartner. Sie zahlen einen Jahresbeitrag von je 250.000 Euro. Plug and Play suche Start-ups und Technologien, die den Firmen Lösungen für konkrete Aufgabenstellungen anbieten können – so wurde die Aufgabe des Zentrums bei dessen Vorstellung am Mittwoch umrissen. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz in Produktion, Anlagenbau, Logistik, Engineering und Bauwirtschaft. Die Abwicklung für das Land übernimmt der heimische Start-up-Inkubator tech2b. Die Partnerschaft habe das Land jetzt erst einmal auf drei Jahre abgeschlossen, es investiert in Summe 2,65 Millionen Euro. Start ist im Oktober.
„Big Bang“
„Neue Technologien sollen nicht irgendwo Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen, sondern bei uns in Oberösterreich bleiben“, meinte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Die Partnerschaft mit Plug and Play sei ein bedeutender Schritt für den „Industrie- und Innovationsstandort Oberösterreich„. Er sprach von einem „Big Bang“ für das Bundesland: „Werden wir sichtbar“ im internationalen Wettbewerb, so seine Erwartung.
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