„Ist überflüssig“
Schweiz will Zivilstand „geschieden“ streichen
Die Schweizer Regierung beabsichtigt den Zivilstand „geschieden“ in offiziellen Formularen und Registern abzuschaffen.
Die Motion stammt von der FDP-Nationalrätin Nadine Gobet (Kanton Freiburg). Unterstützt wird sie von über einem Dutzend weiterer Parlamentsmitglieder aus verschiedenen Fraktionen.
Die liberale Politikerin stört sich daran, dass Geschiedene auch noch Jahre später auf Formularen angeben müssen, dass sie geschieden sind.
„Abgeschlossenes Ereignis“
Gobet argumentiert, dass die Bezeichnung überflüssig ist. Die Scheidung sei ein abgeschlossenes rechtliches Ereignis. Müsse sich jemand auf Dauer als „geschieden“ bezeichnen, werde ein privates Ereignis „verwaltungstechnisch verewigt“. Sie plädiert dafür, dass Geschiedene auf Formularen wieder unter die Kategorie „ledig“ fallen.
Als Nächstes muss das Parlament entscheiden und bei einer Zustimmung die nötigen Gesetzesanpassungen auf den Weg bringen.
Parlament entscheidet
Die Landesregierung unter Justizminister Beat Jans hat sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, den Vorstoß zur Annahme zu empfehlen, welcher breite Unterstützung aus anderen Lagern erfährt. Nach der Unterstützung durch den Bundesrat muss nun das Parlament über die Gesetzesanpassung entscheiden.

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