Nicht ganz dicht

Barcas Milliarden-Projekt Stadion: Es regnet rein

Champions League
10.09.2026 15:32
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Barca ist nicht ganz dicht – zumindest, wenn‘s um das Milliarden-Projekt Stadion geht. Das „Camp Nou neu“ verschlingt in seiner Renovierung tatsächlich Unsummen, bietet bisweilen aber, zumal Journalisten auf der Pressetribüne, keinen Regenschutz.

Es soll gemütlichere Arbeitsplätze auf dieser Welt geben als jenen von Mikos Gouka am Mittwochabend. Der niederländische Journalist war beim Champions-League-Schlager zwischen dem FC Barcelona und Feyenoord Rotterdam auf der Pressetribüne des ehrwürdigen „Camp Nou“, um von dort aus Bericht zu erstatten. Hoffentlich hat er Laptop und elektronisches Equipment schnell genug in Sicherheit gebracht. Denn auf besagter Pressetribüne schüttete es schaffelweise. Ja, gibt‘s denn im gerade modernisierten Barca-Heimstadion kein Dach? Zumindest kein fertiggestelltes. Status: Umbau, Dachausbau sehr provisorisch. Goukas Dokumentationsvideo macht gerade weltweit die Runde. Für herausragende PR-Verdienste wird er für Barca in diesem Leben wohl nicht mehr ausgezeichnet werden.

Provisorisch überdacht
Das Problem: Der Umbau zieht des Camp-Nou-Stadions zieht sich lähmend in die Länge. Seit Jahren inzwischen. Die Tribünen sind weitgehend nur provisorisch überdacht. Und folglich, wie sich zeigt, auch ziemlich unzureichend.

Es dauert noch 
Es ist nicht kategorisch auszuschließen, dass mittelfristig weitere derartige Bilder Social Media erobern werden. Denn ein bisserl was ist an baulichen Maßnahmen noch zu tun – bis das Stadion endlich die hypermoderne Arena abgibt, als die sie seit Jahren angepriesen wird. Fassungsvermögen: 100.000 Zuschauer. Aber noch sind nicht einmal alle Tribünen letztgültig ausgebaut. Das dürfte sich noch bis Jahresende ziehen. Erst dann folgt das – für viele Journalisten zu spät kommende – Projekt „Vollflächige Überdachung“.

Regen im Barca-Stadion, wie gestern im Spiel gegen Feyenoord, ist für manch Fan kein besonderer ...
Regen im Barca-Stadion, wie gestern im Spiel gegen Feyenoord, ist für manch Fan kein besonderer Spaß.(Bild: AFP/APA/Josep LAGO)

Heißt: Die Arbeiten werden sich vermutlich gar bis in Jahrs 2028 ziehen. Und die Kosten? Belaufen sich jetzt schon auf über eine Milliarde Euro. Trockenheitsgarantie nicht inbegriffen.

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