Interner Bericht

Jobabbau soll Volkswagen 16 Milliarden Euro kosten

Wirtschaft
10.09.2026 12:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bis zu 60.000 Jobs sollen im VW-Konzern gestrichen werden – doch auch das kostet. Volkswagen beziffert einem Insider zufolge die Kosten für die mögliche Schließung von vier Werken in Deutschland und den Abbau von zehntausenden Arbeitsplätzen weltweit auf insgesamt 16 Milliarden Euro. 

Für das Auslaufen der Produktion in den vier Werken seien Ausgaben von sechs Milliarden Euro eingeplant, weitere zehn Milliarden Euro für den Abbau von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. 

VW beruft sich auf Vertraulichkeit der Unterlagen
Der Stellenabbau sei dabei nur teilweise sozialverträglich möglich, etwa über Altersteilzeit oder Abfertigungen, hieß es. Zuvor hatte der „Spiegel“ vorab unter Berufung auf den Beschluss des Aufsichtsrats aus der vergangenen Woche und weitere interne Dokumente über Kosten von insgesamt 16 Milliarden Euro berichtet. Ein Volkswagen-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu vertraulichen Unterlagen ab.

Vier deutsche Werke könnten schließen
Der Aufsichtsrat von Europas größtem Autobauer hatte sich vergangene Woche überraschend auf ein Sanierungskonzept geeinigt, mit dem der Vorstand um Oliver Blume die Rendite bis 2030 auf neun Prozent steigern will.

Dabei sollen zehntausende Stellen wegfallen, vier deutsche Werke stehen auf dem Prüfstand. Eine Entscheidung, ob die Fertigung in den Elektrowerken in Emden und Zwickau sowie im Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover und in der Audi-Fabrik in Neckarsulm ab 2031 auslaufen soll, wurde jedoch vertagt.

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