Projekt soll helfen

Land will Digitalisierung für alle bei Mobilität

Tirol
10.09.2026 07:00

Ein neues Projekt soll digitale Mobilitätsangebote auch Nutzergruppen ermöglichen, die mit Handys oder dem Internet noch wenig am Hut haben. Auch der soziale Aspekt spielt eine entscheidende Rolle dabei.

Schrittweise Umstellung des Busverkehrs auf emissionsfreie Antriebe und eine klimaneutrale VVT-Strategie – das waren die wichtigsten Punkte bei der Regierungsklausur in Osttirol, die beim Thema Energie auch auf den heimischen Verkehr umzumünzen waren. Die „Krone“ hat ausführlich berichtet. LR René Zumtobel stellte zudem ein neues Projekt abseits des der Energie vor.

Mit „IncluDiMi“ sollen digitale Mobilitätsangebote für nicht-digitale Nutzer zugänglicher gemacht werden. In erster Linie geht es um Fahrplan- oder Ticket-Apps sowie diverse Webseiten. Dabei sollen technologische Barrieren abgebaut und soziale Kompetenzen gestärkt werden. In neun alpinen Regionen werden dazu konkrete Lösungen erprobt: So sollen etwa digitale Mobilitätsangebote ausprobiert werden, Schulungsformate oder Ausbildungen in den Fokus rücken oder auch Ansprechpersonen in Gemeinden auserkoren werden.

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Der Zugang zu Mobilität und damit der Abbau von Hürden ist ein zentrales Anliegen unserer Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie.

LR René Zumtobel

Ergänzt werden diese Formate durch technische Lösungen wie vereinfachte Buchungssysteme und alternative Zugangswege zu digitalen Mobilitätsdiensten neben den klassischen Smartphone-Apps. In weiterer Folge sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen zur tirolweiten Verbesserung des Zugangs zu digitalen Mobilitätsangeboten herangezogen werden. „Der Zugang zu Mobilität und damit der Abbau von Hürden ist ein zentrales Anliegen unserer Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. Digitale Angebote dürfen niemanden vom öffentlichen Verkehr ausschließen“, erklärt Landesrat Zumtobel.

Viele Gruppen profitieren, federführend wird Osttirol
Mit „IncluDiMi“ will man älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und sozial benachteiligte Gruppen einen vereinfachten Zugang zum öffentlichen Verkehr in Tirol ermöglichen. „Wir wollen all diese in den Bereich der Mobilität bringen. Viele Busse oder Bahnen sind für manche die Möglichkeit zur Teilhabe. Es geht auch um soziale Gerechtigkeit“, betont Zumtobel.

„IncluDiMi“ steht für Inclusive Digital Mobility fosterin social cohesion in the Alpine Space. Das Land fördert das Projekt mit 80.000 Euro. Dieses wird vom Regionsmanagement Osttirol (RMO) mit insgesamt elf Projektpartnern im Alpenraum und einer Laufzeit von drei Jahren umgesetzt. Das RMO ist Lead-Partner.

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