Maßnahmen präsentiert

Land Tirol will in die Energie-Unabhängigkeit

Tirol
08.09.2026 17:00

In Sachen Energie ist sich die schwarz-rote Regierung in Tirol einig: Das Ziel, bis 2050 auf fossile Brennstoffe zu verzichten, ist weiter in Reichweite. Dafür wurden nun entsprechende Maßnahmen getroffen.

Tirol ist voller Energie – unter diesem Leitmotto stand die Herbstklausur der Tiroler Landesregierung in dieser Woche in Lienz.

Die wichtigsten Ergebnisse wurden am Dienstag in der Liebburg präsentiert. Eines steht jedoch fest: Das Ziel, Tirol 2050 energieautonom zu machen, bleibt aufrecht. LH Anton Mattle hält das Vorhaben weiter für „ambitioniert, aber realistisch“. Um dies zu erreichen, gab es einige notwendige gesetzliche Anpassungen und neue Maßnahmen. So soll es eine Zunahme von 620 Prozent in Sachen Fotovoltaik geben, auch Umweltwärme soll um knapp 200 Prozent steigen. Eine Steigerung von 25 Prozent brauche es auch in der Wasserkraft.

Die Tiroler Landesregierung tagte in der Lienzer Liebburg.
Die Tiroler Landesregierung tagte in der Lienzer Liebburg.(Bild: Land Tirol/Fitsch)

Günstige Strompreise, Tiroler Ressourcen nutzen
Wichtig ist nun, heimische Ressourcen zu nutzen, damit nicht jährlich rund 2,5 Milliarden Euro für importiertes Öl oder Gas ausgegeben werden. Das habe auch Auswirkungen auf die Strompreise, positive, wie Mattle ankündigt: „Wir wollen das Bundesland mit einem der günstigsten Strompreise bleiben.“ Erneuerbare Energie muss bis 2050 um 50 Prozent ausgebaut werden, um weitere Abhängigkeiten zu meiden.

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Wir wollen das Bundesland mit einem der günstigsten Strompreise bleiben.

LH Anton Mattle

Auch LHStv. Josef Geisler schlägt in dieselbe Kerbe und will Tirol am Energiesektor unabhängig gestalten. „In den vergangenen Jahren hatten wir bis zu einer Million Quadratmeter Zubau bei Fotovoltaik. Dieser Ausbau wird deshalb weiter forciert werden müssen. Deshalb müssen wir auch die Speichermöglichkeiten gut mitfördern. Die Wasserkraft bleibt aber natürlich das Rückgrat der Energiewende.“

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Deshalb müssen wir auch die Speichermöglichkeiten gut mitfördern. Die Wasserkraft bleibt aber natürlich das Rückgrat der Energiewende.

LHStv. Josef Geisler

Energie ist auch beim Wohnen ein ständiger Begleiter. Die Wohnbauförderung soll laut LHStv. Philip Wohlgemuth weiterentwickelt werden. „Ab 1. Jänner 2027 wird diese einfacher und effizienter. Auch energiesparendes und umweltfreundliches Bauen wird gezielter unterstützt.“ Umfassende Sanierungen sollen künftig Schritt für Schritt möglich sein.

Öffentlichen Verkehr bis 2040 dekarbonisieren
Klare Ziele gibt es bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie LR René Zumtobel erklärt, sollen bis 2040 alle Busse und Züge ohne fossile Brennstoffe fahren. In vielen Bereichen wurde dies bereits umgesetzt, etwa im hinteren Zillertal. Das soll sich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten fortsetzen. Ohne Bundesförderung sei dies aber nicht möglich.

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