Dokumente vor Freigabe
9/11: New York soll giftige Luft vertuscht haben
Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat die New Yorker Stadtverwaltung offenbar das Ausmaß der Luftbelastung mit Asbest und anderen Giftstoffen vertuscht. Bürgermeister Zohran Mamdani kündigte am Dienstag die Freigabe von zehntausenden Dokumenten an, die dies belegen sollen.
Viele Menschen seien damals krank geworden, weil die Verantwortlichen „sie belogen haben und ihnen sagten, es sei sicher, die giftige Luft einzuatmen“, sagte der Bürgermeister.
Die Stadtverwaltung habe mit ihrer Vertuschungsaktion die eigene Haftung begrenzen wollen, so Mamdani weiter. Insgesamt sollen dazu 173.000 Seiten binnen zwölf Monaten online veröffentlicht werden. Die Nicht-Regierungsorganisation Health Watch hatte die Stadt auf Herausgabe der Informationen verklagt.
9400 Menschen starben an Folgeerkrankungen
Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden starben mehr als 9400 Menschen an Krebs und anderen Krankheiten, die durch den Staub und Rauch beim Einsturz des World Trade Centers verursacht wurden. Das sind mehr als dreimal so viele Todesopfer als bei den Anschlägen selbst, bei denen 2977 Menschen in den USA getötet wurden.
Namen von Verantwortlichen nannten Mamdani und Health Watch nicht. Die Dokumente könnten aber den früheren Bürgermeister Rudy Giuliani belasten, der zum Zeitpunkt der Anschläge im Amt war, und seinen Nachfolger Michael Bloomberg.
9/11-Anschläge vor fast 25 Jahren
Am 11. September 2001 hatten Islamisten des Terrornetzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge gekapert. Zwei von ihnen steuerten sie in das World Trade Center in New York, beide Zwillingstürme stürzten dadurch ein.
Ein weiteres Flugzeug schlug am Pentagon nahe Washington ein. Eine vierte Maschine, die die Terroristen offenbar in das Kapitol oder das Weiße Haus in Washington lenken wollten, stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab, weil sich Insassen wehrten.

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