Ein 31-jähriger Nachwuchstrainer ist der neue Sportdirektor im Tischtennis-Verband. Marius Mandl wurde laut Verbandsangaben vom ÖTTV-Vorstand neu bestellt. Der in Niederösterreich geborene Wiener soll in seiner neuen Funktion den Schwerpunkt vor allem auf eine konsequente, nachhaltige Nachwuchsentwicklung legen, teilte der Verband per Aussendung mit.
Die Neubestellung folgt auf lang andauernde Turbulenzen im ÖTTV, an deren Spitze Missbrauchsvorwürfe gegen einen niederösterreichischen Nachwuchstrainer standen. Wegen des Umgangs mit diesen Vorwürfen waren der nunmehrige Ex-Präsident des ÖTTV, Wolfgang Gotschke, und auch Ex-Sportdirektor Stefan Fegerl in Kritik geraten. Gotschke war am 21. März im Rahmen einer Präsidentenkonferenz zurückgetreten und der Kärntner Hubert Dobrounig im Mai als Nachfolger gewählt worden.
„Nicht nebeneinander, sondern miteinander müssen wir an der Zukunft des österreichischen Tischtennissports arbeiten“, meinte Dobrounig nach der Bestellung Mandls, eines ausgebildeten Pädagogen, der im Leistungssportzentrum Südstadt tätig ist. Mandl stellte sich per Aussendung mit dem Credo „Leistungssport braucht Vertrauen – aber genauso Klarheit, Kritikfähigkeit und Verbindlichkeit“ vor und verschreibt sein künftiges Tun ganz der Nachwuchsförderung. „Der Generationen-Wechsel steht bevor. Wir müssen vor allem unsere starken Talente an die heimischen Topspieler heranführen, um österreichische Paarungen zu formieren.“
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