Drama beim Spaziergang

Siebenjähriger musste Tod seines Hundes mitansehen

Kärnten
09.09.2026 07:49

Dramatische Szenen spielten sich Dienstagmittag im Bezirk Völkermarkt in Kärnten ab: Ein siebenjähriger Bub musste mitansehen, wie sein kleiner Hund von einem anderen Vierbeiner attackiert und tödlich verletzt wurde. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes stand im Einsatz.

Dienstagmittag machte sich ein Siebenjähriger im Bezirk Völkermarkt mit seinem Hund – einem Jack Russell Terrier – an der Leine auf den Weg zu einem Spaziergang. Der Weg führte rund um sein Elternhaus. Mit seinem Hund an der Leine ging er an einem Wohnhaus vorbei, als plötzlich ein anderer Hund auf die beiden zurannte.

Siebenjähriger unter Schock
Dem eingesperrten Staffordshire Terrier war es gelungen, durch die Haustür ins Freie zu kommen. Um 12.15 Uhr attackierte der größere Hund den Jack Russell Terrier. „Der Staffordshire Terrier habe den deutlich kleineren Hund mehrfach in den Rücken gebissen“, informiert die Landespolizeidirektion Kärnten.

Trotz des raschen Einschreitens der Besitzer des größeren Hundes, die die Tiere schließlich voneinander trennen konnten, kam für den kleinen Terrier jede Hilfe zu spät. Der siebenjährige Bub blieb bei dem Vorfall zwar körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock. Zur Betreuung des Kindes wurde das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes angefordert.

Was sollte man in so einer Situation tun?
„Die Rasse allein erklärt einen solchen Vorfall nicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, individuellem Verhalten, Lernerfahrungen, Sozialisation, Erregungslage und dem Management durch den Halter“, weiß Legner.

„Ursachen von aggressivem Verhalten bei Hunden können unter anderem genetische Faktoren, mangelnde oder ungünstige Sozialisation, Frustration, hohe Erregung, territoriales Verhalten sowie Jagd und Beutefangverhalten sein“, so Legner.

Doch was tun? „Entscheidend ist immer die konkrete Situation. Ist der Halter körperlich nicht in der Lage, seinen Hund sicher zurückzuhalten oder zu schützen, darf er sich nicht selbst durch die Leine zu Boden reißen oder zusätzlich in Gefahr bringen lassen. Gleichzeitig kann ein Loslassen dazu führen, dass der Hund in den Angreifer läuft.“

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