Über einen wahren Geldregen darf sich das Straßenbaureferat des Landes freuen. Denn durch illegale Absprachen von Bauunternehmen erhält Kärnten insgesamt zwölf Millionen Euro zurück. Ein Teil der Summe soll noch heuer in Infrastrukturprojekte fließen.
Der Zustand der Kärntner Landesstraßen ist nicht gerade der Beste. Und da kommt ein außerplanmäßiger Geldregen genau richtig. Denn immerhin erhält das Land knapp zwölf Millionen Euro. Diese stammen aus Verhandlungen nach dem Bekanntwerden von illegalen Absprachen in der Baubranche. (wir berichteten)
Geld kommt gleich zum Einsatz
„Eine beträchtliche Summe, die für Kärnten erkämpft wurde und ein entscheidender Verhandlungserfolg, der gelungen ist. Ein Erfolg für die öffentliche Hand und für die Kärntnerinnen und Kärntner, die schlussendlich allesamt durch das Baukartell geschädigt wurden!“, sagt Landevize und Straßenbaureferent Martin Gruber.
Die Auswahl der Bauprojekte für diese zusätzliche Deckensanierungsoffensive folgt dabei streng unserer Prioritätenreihung nach dem Güteklassenkataster.
Martin Gruber, Landesvize und Straßenbaureferent
Daher sollen noch heuer 7,5 Millionen Euro in die Sanierung von Landesstraßen fließen. Insgesamt 17 Baustellen können mit dem Geldregen zusätzlich umgesetzt werden. „Wir hätten sie aufgrund der Budgetlage erst in den kommenden Jahren realisieren können“, erklärt Gruber.
Unter anderem soll ein Abschnitt der Karnburger Straße im Bereich Zollfeld für 700.000 Euro saniert werden. Weitere 600.000 Euro fließen in die Instandsetzung der Kärntner Straße in Arnoldstein.
Finanzielle Lage weiterhin schwierig
Trotz des Geldregens aus den Kartellverhandlungen sind die finanziellen Mittel des Landes weiterhin begrenzt. „Im Vergleich zum Vorjahr kann das Land Kärnten einen besseren Nettosaldo vorweisen. Dennoch bleibt die Budgetlage weiterhin angespannt“, so Landesvize Gaby Schaunig.
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