Im September stehen im Vorarlberger Nahverkehr verschiedene Testangebote für Pendler und Alltagswege bereit. Neben Vergünstigungen für den öffentlichen Verkehr rückt eine Info-Tour bei Industriebetrieben klimafreundliche Lösungen für den täglichen Arbeitsweg in den Mittelpunkt.
Im Rahmen der VMOBIL-Probiertage im September können wieder Angebote wie Bahnhofs-Radboxen, Leihräder oder Carsharing genutzt werden. Zudem wird im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September ein spezielles Ticket angeboten, mit dem Busse und Bahnen eine Woche lang genutzt werden können.
Nach Angaben der Zuständigen des Verkehrsverbunds Vorarlberg besitzen derzeit über 92.000 Menschen im Land ein KlimaTicket VMOBIL. „Wenn ich heute in einem Zug oder einem Bus mitfahre, ist die Mehrheit der Fahrgäste bereits mit einer Jahreskarte unterwegs. Im September bieten nun die VMOBIL-Probiertage für alle die Möglichkeit, sich vom gut ausgebauten Mobilitätsangebot zu überzeugen“, erklärte Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz.
Hohes Potenzial im Pendlerverkehr
Ein wesentlicher Schwerpunkt der diesjährigen Aktion liegt auf dem täglichen Arbeitsweg. Aus Daten der Statistik Austria geht hervor, dass Autos im Pendlerverkehr im Schnitt nur mit 1,08 Personen besetzt sind. Durch die Auslastung einer einzigen Zugfahrt im Frühverkehr können somit rechnerisch rund 200 Pkw-Fahrten eingespart werden. „Wer seinen täglichen Arbeitsweg mit den Öffis oder dem Rad zurücklegt, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern ist auch unabhängig von steigenden Spritpreisen und der Hektik im Straßenverkehr“, ergänzte Verkehrsverbund-Geschäftsführer Christian Hillbrand.
Um Vor-Ort-Informationen bereitzustellen, steuert ein Informationsbus im Laufe des Monats mehrere Vorarlberger Unternehmen an. Den Auftakt bildete ein Besuch beim Beschlägehersteller Blum in Höchst. Bei den 14 größten Betrieben des Landes wurden bisher über 8000 Dienstfahrräder für Mitarbeiter kofinanziert.
Betriebliche Anreize zeigen Wirkung
Beim orangen Beschlägehersteller nutzen derzeit 6760 Beschäftigte Angebote wie vergünstigte Öffi-Tickets, Diensträder sowie ein internes Punktesystem zur Belohnung nachhaltiger Alltagswege. Nach Unternehmensangaben stieg der Anteil der Mitarbeiter, die ohne eigenen Pkw zur Arbeit pendeln, seit Einführung dieser Maßnahmen um 14 Prozent.
„Nachhaltige Mobilität erfordert langfristiges Engagement und ist ein kontinuierlicher Prozess, welchem die richtigen Rahmenbedingungen zugrunde liegen müssen. Mit gezielt aufeinander abgestimmten Maßnahmen schaffen wir attraktive Anreize, um klimafreundliche Mobilität im Arbeitsalltag und in der Freizeit zu fördern“, berichtete Benjamin Firlus, Mobilitätsbeauftragter bei Blum.
Neben Beratungsangeboten durch Mitarbeiter des Verkehrsverbunds und des Energieinstituts wird die Tour von Gewinnspiel-Aktionen wie einem „Mobilitäts-Bingo“ begleitet.
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