Jugendliche angeklagt

Schulbibliothek angezündet: 300.000 Euro Schaden

Salzburg
04.09.2026 13:30

Die „Krone“ berichtete über die Brandstiftung im Halleiner Gymnasium: Ein mit Brandbeschleuniger angefachtes Feuer richtete am 11. Mai enormen Schaden im Schulgebäude, vor allem in der Schulbibliothek, an. Nun erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Zwei Jugendliche (16, 17) werden sich dafür am 9. Oktober im Landesgericht verantworten müssen. 

Das Feuer am 11. Mai hat gerade in Hallein für Aufregung gesorgt: Mitten in der Nacht, gegen 3 Uhr, rückte die Feuerwehr aus. Aus dem Schulgebäude waren kleinere Explosionen zu vernehmen – für etliche Schüler entfiel der Unterricht.

Zehn Tage konnte kein Präsenzunterricht stattfinden – die Schüler mussten in das Homeschooling wechseln. Ermittler konnten zwei Jugendliche ausforschen: Dabei gilt eine Schülerin des Gymnasiums, eine 16-Jährige, als Haupttäterin. Unterstützt wurde sie von einem Lehrling (17).

Stark beschädigt wurde die Schulbibliothek.
Stark beschädigt wurde die Schulbibliothek.(Bild: FF Hallein/Tschematschar)

Die Staatsanwaltschaft Salzburg erhob nun Anklage gegen die beiden Jugendlichen wegen vorsätzlicher Brandstiftung. An mehreren Stellen wurde Feuer gelegt – dazu benutzten die Täter Brandbeschleuniger. Die 16-Jährige gilt als unmittelbare Haupttäterin, der 17-Jährige als Beitragstäter.

Warum sie das Feuer gelegt haben, ist noch völlig unklar. Bislang hat die 16-Jährige jegliche Aussage verweigert. Belastet wird sie durch die Ergebnisse der Brand-Ermittlungen sowie Zeugenaussagen. Laut einem Sachverständigen entstand ein Schaden von rund 300.000 Euro. Der Strafprozess wird am 9. Oktober im Salzburger Landesgericht verhandelt.

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