Unentschieden spricht Bände. Nein, zur Personaldebatte in den beiden größeren Regierungsparteien wolle er nichts sagen. „Derzeit“, hört man vom oberösterreichischen ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer. Das kann man nun in alle möglichen Richtungen interpretieren. Freilich hört man auch eindeutigere Aussagen anderer hochrangiger Politiker aus ÖVP wie SPÖ zu ihren Parteispitzen. Das Bewusstsein, mit Christian Stocker wie mit Andreas Babler gewinne man weder im Bund noch in den Ländern Wahlen, dieses wächst. Und was meinen die Österreicher? Wir wollten in der „Frage des Tages“ von den „Krone“-Lesern wissen, ob ÖVP und SPÖ mit neuen Parteichefs besser abschneiden würden. Das Ergebnis – ein Unentschieden – spricht Bände über den Zustand der Politik, über die Stimmung der Menschen in Österreich.
Eine wie Meloni. Wie die Antwort auf die Frage zeigt, erwarten sie von den aktuellen Spitzen wenig, trauen auch anderen, neuen Köpfen offensichtlich nicht viel mehr zu. Was gar nicht zuletzt daran liegen mag, dass sich weder in der ÖVP noch in der SPÖ attraktive Kandidaten aufdrängen. Unterdessen feiert im Nachbarland Italien Giorgia Meloni ein besonderes Jubiläum: Mit heutigem Tag regiert sie das von beinahe grenzenloser Instabilität geprägte Land länger durchgehend als jeder andere Regierungschef seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine Regierungschefin mit Ausstrahlung, mit klarer Politik, eine, die auch Menschen anspricht, die ihre politische Einstellung nicht teilen: So eine wie Meloni fehlt hierzulande.
Kommen Sie gut durch den Freitag!
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