Um mehr Treffsicherheit zu gewährleisten und die Budgets auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen zu können, ordnet das Land OÖ die Organisation der von der öffentlichen Hand finanzierten Deutschkurse für Migranten und Asylwerber neu. Das bisherige „Wunschkonzert“ werde laut Landesrat Dörfel damit beendet.
Zusätzlich zu den Deutschkursen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und des AMS fördert das Land OÖ Deutschkurse für bestimmte Sprachniveaus. Zielgruppen sind Zuwanderer mit geringen Deutschkenntnissen sowie Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit. Die Organisation der Kurse werde nun auf neue Beine gestellt, informiert Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP).
Bisher hätten Trägerorganisationen ihren erwarteten Bedarf an Deutschkursen ans Land gemeldet, das auf dieser Grundlage Budgetmittel reservierte. Tatsächlicher Bedarf und Auslastung der Kurse seien davon offenbar immer wieder abgewichen. Nun wolle das Land eine stärkere Steuerungsrolle übernehmen, sagt Dörfel.
Ausschreibung startet ab sofort
Zu diesem Zweck startet mit 1. September eine Ausschreibung. Deutschkurse sollen dadurch vorausschauender geplant, regional ausgewogen durchgeführt und laufend an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden, erklärt der Landesrat: „Mit der Ausschreibung der Deutschkurse beenden wir das bisherige ,Wunschkonzert‘. Wir sorgen für eine ausgewogene regionale Verteilung, bedarfsgerechte Kurse, einheitliche Qualitätsstandards und rasche Konsequenzen bei Verstößen.“
Grundlage für die bedarfsgerechte Planung sei die digitale Sprachstandeinstufung des ÖIF, mit der die vorhandenen Deutschkenntnisse ermittelt werden. „Die Ergebnisse stehen dem Land tagesaktuell zur Verfügung und ermöglichen eine passgenaue Zuweisung zu einem Kurs, der dem tatsächlichen Sprachniveau entspricht“, so Dörfel.
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