Die Medizinische Fakultät der JKU Linz und das Kepler Universitätsklinikum trauern Primar i.R. Prof. Dr. Peter Brücke, der am Samstag verstorben ist. Er wurde 90 Jahre alt. Mit seinem visionären Wirken als Chirurg, Wissenschaftler, Lehrer und Gestalter des Gesundheitswesens hat er die medizinische Entwicklung in Oberösterreich über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt.
Nach seiner Facharztausbildung in Wien und Heidelberg führte ihn sein Weg an das renommierte Massachusetts General Hospital in den USA. Die dort gewonnenen wissenschaftlichen und klinischen Erfahrungen bildeten die Grundlage für seine Habilitation und seinen weiteren außergewöhnlichen beruflichen Werdegang. Bereits im Jahr 1974 übernahm Peter Brücke als damals jüngster Medizin-Dozent Österreichs die Leitung der Chirurgie 1 am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Linz.
Hervorragender Ruf im Bereich Herzchirurgie und Nierentransplantationen
Unter Brückes Führung entwickelte sich seine Abteilung zu einem national wie international anerkannten Kompetenzzentrum für Tumor-, Abdominal-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Besondere Meilensteine setzte er in der Herzchirurgie: Mit seinem Team führte Brücke ab 1978 mehr als 8000 Herzoperationen durch. Mit bis zu 1200 Eingriffen pro Jahr war die Linzer Herzchirurgie zu dieser Zeit die leistungsstärkste Einrichtung Österreichs. Auch die Nierentransplantation erlangte unter seiner Leitung einen hervorragenden Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus.
Prägend für Standort
Die von Brücke aufgebauten Strukturen und medizinischen Schwerpunkte prägen den Standort bis heute. Die Chirurgie 1 des Kepler Universitätsklinikums zählt weiterhin zu den führenden herzchirurgischen Zentren Österreichs und Europas. Mit dem einzigartigen Department für Kinderherzchirurgie sowie dem international anerkannten Kinderherz Zentrum wird jenes medizinische Erbe fortgeführt, das auf den Weitblick und die Aufbauarbeit vonBrücke zurückgeht.
Maßgeblich für die Entwicklung
Sein Wirken reichte jedoch weit über den klinischen Bereich hinaus. Die Entwicklung der heutigen Linzer Universitätsmedizin mit der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz und dem Kepler Universitätsklinikum wäre ohne seinen Einsatz, seine Innovationskraft und seine Beharrlichkeit in dieser Form nicht denkbar gewesen. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich Linz und Oberösterreich zu einem hoch angesehenen Medizin- und Gesundheitsstandort entwickeln konnten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.