Bürgermeister spricht:

„Linz wird nie eine Stadt ohne Baustelle sein“

Oberösterreich
02.09.2026 10:00

Linz ist nicht in Sommerpause – Themen wie Sicherheit, Kriminalität, leistbaren Wohnraum, Staus und Parkplatzmangel sind hochbrisant. Der Bürgermeister steht Rede und Antwort. Und erklärt, warum sein Herz noch immer blutet.

Dietmar Prammer sitzt auf den Stufen der Tabakfabrik, es ist einer seiner Lieblingsorte in Linz. Zahlreiche Leute kommen vorbei, begrüßen den Stadtchef. Der Bürgermeister hat sich Gedanken gemacht und spricht über:

die Sicherheit in der Landeshauptstadt: „Wir haben große Herausforderungen am Volksgarten, das ist nichts Neues. Die Probleme sind mir durchaus bekannt. Ich habe den Auftrag gegeben, mehr zu kontrollieren und sich um jene Personen zu kümmern, die dort keinen guten Eindruck hinterlassen. Der Ordnungsdienst und die Polizei alleine werden nicht reichen. Diese ganzen schlimmen Taten in letzter Zeit haben Ängste geschürt. Aber ich bin der Meinung, Linz ist nach wie vor eine sichere Stadt.“

Staus, Parkplatzmangel, Baustellen: „Linz ist eine Pendlerstadt. Die Leute sind auf ihr Auto angewiesen, und der öffentliche Verkehr ist nicht so ausgebaut, wie es notwendig wäre. Aber es passiert viel. Das wird auch in Zukunft so sein, deshalb werden wir wahrscheinlich nie eine Stadt sein, die keine Baustelle hat.“

Der Bürgermeister an einem seiner Lieblingsplätze: die Tabakfabrik
Der Bürgermeister an einem seiner Lieblingsplätze: die Tabakfabrik(Bild: Markus Wenzel)

leistbaren Wohnraum: „Das ist die wohl größte Herausforderung für uns. Mehr als die Hälfte unserer Wohnungen sind im Eigentum von gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaften. Das ist mit ein Grund, weshalb wir im Vergleich zu anderen Städten noch moderate Mieten haben. Aber es muss weiter Wohnraum errichtet werden. Daran messe ich auch meinen Erfolg als Bürgermeister.“

hohe Investitionen bei gleichzeitig wachsendem Budgetdruck: „Das große Thema sind die laufenden Kosten, die Zahlungen an das Land, die bei 100 Millionen Euro liegen. Bei einem Budget von einer Milliarde Euro sind das zehn Prozent in einem Jahr. Aber es ist ja nicht so, dass es nur der Stadt Linz nicht gut geht. Mittlerweile kann jede zweite Gemeinde in Oberösterreich ihr Budget nicht mehr ausgleichen.“

sein blutendes Herz nach dem Abstieg von Blau-Weiß: „Diese Seuchensaison war schlimm, aber ich glaube daran, dass Blau-Weiß dieses Jahr wieder den Aufstieg packt. Aber wir haben in Linz ja auch den LASK, der das Double geschafft hat. Da kann ich als Bürgermeister auch stolz sein.“

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