Hearings starten

Tage der Entscheidung um Festspiel-Spitzenposten

Salzburg
02.09.2026 10:00

Die Hearings für zwei Spitzenposten bei den Festspielen finden statt. In wenigen Tagen will man Nachfolger für die Ämter des Präsidenten und des Intendanten gefunden haben.

Jetzt wird es ernst: In den kommenden Tagen entscheidet sich, wer neuer Festspielintendant und Festspielpräsident wird. Wobei, so neu müsste diese Entscheidung gar nicht ausfallen. Denn auch die amtierende Präsidentin, Kristina Hammer, hat sich um eine weitere Amtszeit beworben. Und so schlecht dürften die Karten für die 57-jährige Deutsche gar nicht stehen.

Das Kuratorium: Edtstadler, Auinger, Niedermüller (v.l.n.r.).
Das Kuratorium: Edtstadler, Auinger, Niedermüller (v.l.n.r.).(Bild: Andreas Tröster)

Die 106. Ausgabe des Kulturfestivals konnte heuer eine Vollauslastung verzeichnen und somit eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Gute Argumente also für Hammer, die ihre Stärke vor allem in der Akquise von Sponsoren sieht. Eine Kompetenz, die die Festspiele in den kommenden Jahren brauchen wird. Denn das millionenschwere Großbauprojekt lässt sich nicht ausschließlich mit Geldern der öffentlichen Hand stemmen.

Genauso wichtig: Hammer steht über den Dingen. Der Zwist mit Ex-Intendant Markus Hinterhäuser prallte an ihr ab, ebenso der Umstand, dass sie bei der heurigen Eröffnung keine Rede halten durfte. Hammer dürfte also auch die hochkarätige Konkurrenz im Rennen ums Präsidentenamt wenig stören. Darunter unter anderem die derzeitige Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Ulrike Sych.

Barrie Kosky dürfte aus dem Rennen sein.
Barrie Kosky dürfte aus dem Rennen sein.(Bild: Andreas Tröster)

Hinsichtlich Intendanz dürfte sich ebenfalls eine Richtung abzeichnen: Regisseur Barrie Kosky dürfte dem Vernehmen nach aus dem Rennen sein. Zu viele internationale Engagements an anderen Häusern machen eine Verpflichtung in Salzburg quasi unmöglich. Mehrere Jahre Vorlauf benötigen Produktionen in Koskys Größenordnung. Wesentlich leichter, aus derzeit laufenden Verpflichtungen auszusteigen, täte sich Sophie de Lint. Die Niederländerin ist seit 2018 Direktorin der Niederländischen Nationaloper Amsterdam. Ein Tapetenwechsel daher denkbar.

Um die Ämter der Präsidentschaft und der Intendanz haben sich insgesamt 48 Personen beworben.

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