Vorm Transferschluss:

Der „Osten“ hat aufgeholt

Fußball National
02.09.2026 07:00

Vorm Transferschluss am Donnerstag wollen Hartberg und der GAK sich noch verstärken. Konkurrenz aus Polen aber drängt an den Pool der leistbaren Spieler.

Donnerstag (17 Uhr) geht in Österreich der Transfer-Rollbalken runter – besonders für die wirtschaftlich nicht so begüterten Bundesliga-Klubs wird’s immer schwerer, junge Spieler anzulocken. Denn besonders die Konkurrenz aus dem Osten wird immer zugkräftiger

„Manche Spieler gehen lieber in den Osten, als sich in Österreich zu beweisen“, sagt GAK-Sportchef Andreas Lienhart (der gerne die Innenverteidigung verstärken würde), „die sitzen lieber auf der Bank, weil sie beispielsweise in Polen sehr gut bezahlt werden.“ Mit Dominik Baumgartner, Dijon Kameri, Tin Plavotic, Stefan Feiertag, Dario Grujicic, Ervin Omic, Julius Ertlthaler, Marko Bozic und Marko Dijakovic verdienen momentan neun rot-weiß-rote Kicker ihr Geld in der polnischen Ekstraklasa.

GAK-Sportchef Andreas Lienhart will Verstärkung in der Defensive.
GAK-Sportchef Andreas Lienhart will Verstärkung in der Defensive.(Bild: GEPA)

Als Hintergrund der „Bundesliga-Scheu“ ortet Lienhart die hohen Steuersätze in Österreich: Als Angestellte zahlen Besserverdienende bei uns bis zu 50 Prozent Steuern, in Polen zwischen 20 und 25.

Dass junge Österreicher wie Valentino Müller angesichts zugkräftiger Ost-Möglichkeiten (auch in Tschechien und Ungarn wird ordentlich bezahlt) bis zuletzt pokern, ist daher kein Wunder.

Hartberg-Boss Erich Korherr angelt nach einem Offensivspieler.
Hartberg-Boss Erich Korherr angelt nach einem Offensivspieler.(Bild: APA/ERWIN SCHERIAU)

Hartberg war bis zuletzt auf der Suche nach einem offensiven Flügel: „Wir hätten auch gerne einen Spieler wie Fitz gehabt“, so Obmann Erich Korherr, „aber das ist nicht unsere finanzielle Kragenweite.“ Korherr ortet das gute Gehaltsniveau im Osten aber nicht nur in Steuervorteilen: „Auch der TV-Topf wirft dort mehr ab als bei uns.“ Wo ja ab heuer gekürzt wurde, Hartberg etwa 900.000 Euro weniger zur Verfügung hat.

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