Zwei steirische Köche, die sich durch Drogenverkäufe einen Schuldenerlass bei ihrem Dealer erhofften, wurden am Dienstag in Graz verurteilt. Sie trugen bei der „Arbeit“ unter anderem den vertrauenerweckenden Nickname „Harry Potter“.
Mindestens 2,7 Kilo Kokain, zwei Kilo Heroin, 270 Gramm Crystal Meth und zehn Kilo Amphetamine brachten zwei steirische Köche in nur acht Wochen in Graz unter die Leute. Der Verkaufserlös betrug laut Gericht fast 300.000 Euro. Angeblich taten die beiden Freunde das aber nur aus purer Verzweiflung, um Schulden bei ihrem Drogendealer quasi abzuarbeiten.
„Der Schuldenerlass von 4500 Euro steht aber in keiner Relation zu der von ihnen umgesetzten Drogenmenge“, betonte Verteidiger Raimund Hofmann am Dienstag beim Prozess in Graz. Aufgrund der gewaltigen Suchtgiftmenge (der Grenzwert wurde 410-fach überschritten!) beträgt der Strafrahmen für den Handel bis zu 15 Jahre Haft.
Der Schuldenerlass von 4500 Euro steht aber in keiner Relation zu der von ihnen umgesetzten Drogenmenge.

Verteidiger Raimund Hofmann
Bild: Christian Jauschowetz
Da die 29-Jährigen von Beginn an allerdings reumütig geständig waren, blieb der vorsitzende Richter Andreas Rom im unteren Drittel: viereinhalb Jahre Haft; nicht rechtskräftig.
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