Zum Abschluss der fünften Salzburger Liga-Runde feierte Aufsteiger ATSV Salzburg gegen enttäuschende Neumarkter den ersehnten ersten Saisonsieg. Wie bei den Wallerseern ging auch bei Eugendorf und dem SAK, die gegenseitig die Trainer getauscht hatten, der Negativlauf weiter.
In der Matineepartie zog Straßwalchen gegen Eugendorf im Laufe des Spiels auf 3:0 davon. „Dann sind wir etwas eingegangen, weil sich die Jungs voll reingehaut haben“, erklärte Trainer Markus Scharrer den 3:2-Endstand. Mehr als die Anschlusstreffer wollten den weiter sieglosen Gästen nicht mehr gelingen. Im Fokus stand bei den heimischen Luca Forthuber. Er tunnelte einen Gegner an der Strafraumgrenze und zog sehenswert ins lange Eck zum 2:0 ab. Nach Seitenwechsel powerte er sich aus, musste sich nach der Auswechslung mehrfach übergeben.
Der Eugendorf-Trainer tut mir leid. Man muss ihm einfach Zeit und auch eine ganze Vorbereitung geben. Zaubern wird er nicht können.
Straßwalchen-Trainer Markus Scharrer
Nach dem Sieg stand sogar Scharrer dem bereits in die Kritik geratenen Eugendorf-Trainer Florian Königseder zur Seite: „Die haben 15 Spieler getauscht, der neue Trainer hatte mit den meisten davon nichts zu tun und hatte kaum Vorbereitungszeit. Was willst du ihm da vorwerfen?“, fragte Scharrer. Königseder selbst meinte: „Am Papier haben wir einen guten Kader. Aber es wird im Moment jeder Fehler eiskalt bestraft. Und es fallen immer wieder wichtige Spieler aus.“ Diesmal etwa Kapitän Kneissl. Königseders Rezept: „Es geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen Geduld haben, dann wird der Knopf schon aufgehen.“
Debütanten sorgten für Debütsieg
Eine Reaktion wollte man in Neumarkt diese Woche auf den mauen Saisonstart sehen, hatte man doch das vordere Tabellendrittel ins Visier genommen. Während das Cup-Spiel gegen Croatia Salzburg gut ging (3:1), erlitten die Wallerseer bei Aufsteiger ATSV einen Rückschlag – 0:1. Das Goldtor gelang den erstmals aufgebotenen Panic und Trajkovic in Koproduktion, Letzterer verwertete. „Es gibt einiges zu besprechen, aber jetzt ist natürlich jeder angefressen“, meinte Neumarkt-Obmann Michael Thalhammer. Der keine Trainerdiskussion aufkommen lassen will. So wie schon im Vorjahr, als man Stanislav Stevic stets das Vertrauen schenkte und schon im Winter wusste, dass man den gemeinsamen Weg weitergehen wird.
Neuling ATSV war naturgemäß erleichtert. Trainer Milan Pavlovic gestand zwar: „Der hohe, stumpfe Rasen hat es ihnen nicht leichter gemacht. Aber jetzt kommen schön langsam alle Spieler bei uns zurück. Wir wollen jetzt bis Winter Punkte hamstern und dann Gas geben, denn wir wollen unbedingt die Liga halten.“
Neo-Torfabrik im Hoch, SAK ernüchtert
Im Spätspiel hatte Anif, das unter Trainerneuzugang Lukas Schubert zu ungewohnter offensiver Hochform aufläuft, mit dem SAK wenig Mühe – 2:0. Sebastian Reisinger traf nach Ecke per Kopf (12.), Hödl verwertete in bewährter Knipser-Manier nach Sadeqi-Ballverlust und schnellem Ball in die Tiefe (37.). „Wir haben eigentlich keinen Torschuss zugelassen“, war Anif-Sportchef Daniel Goldmann happy. Anders SAK-Obmann Walter Larionows: „Das war ein enttäuschender Auftritt. Das ist in jeder Hinsicht zu wenig, um Punkte mitnehmen zu können. Auch wenn wir gerade offensiv viele Ausfälle haben, darf das keine Ausrede sein.“ Schließlich wollte auch der Stadtklub, wo im Sommer Trainer Heimo Pfeifenberger von Eugendorf gekommen war, einen Platz unter den besten Fünf in Angriff nehmen.
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