Reinhard Grossegger

„Es ist unbezahlbar, was er für den Sport leistet“

Der Sport ist sein Leben, Kinder bedeuten ihm alles – am Sonntag feiert Legende Reinhard Grossegger seinen 70. Geburtstag! Für die „Krone“-Serie „Ein Leben für den Sport“ erzählen Weggefährten wie Ludwig Gredler und Alfred Eder, was den Jubilar so besonders macht.

Als Jugendlicher war Reinhard Grossegger waghalsig. Skispringen, Langlauf, Skifahren – es gab wenig, das er nicht ausprobiert hat. Die Langlauf-Skier faszinierten ihn ganz besonders. Da er auch das nötige Talent mitbrachte, sammelte er rasch mehrere Staatsmeistertitel. Seine aufstrebende Karriere musste er aber schlagartig mit Anfang 20 beenden – Herzmuskelentzündung!

Grossegger, ein gebürtiger Kärntner, wollte zur Polizei. Dass dieses Projekt nicht klappte, sollte sich als Segen herausstellen. Er ging zum Bundesheer und wurde in Saalfelden sesshaft. Dort engagiert er sich seit Jahrzehnten für den Heeressportverein. „Reini gehört zu den Wichtigsten im Wintersport. Er hilft noch heute, wo er kann“, streut ihm Biathletin Anna Andexer Rosen.

In jungen Jahren übte sich Grossegger auch im Skispringen.
In jungen Jahren übte sich Grossegger auch im Skispringen.(Bild: ZVG)

Er selbst nahm sich dabei nie wichtig, obwohl er es als Betreuer zum Biathlon-Nationaltrainer schaffte und mitverantwortlich für den WM-Doppelsieg 2000 in Oslo durch Wolfgang Rottmann und Ludwig Gredler zeichnete. „Er war lange mein Chef“, erinnert sich Letzterer, „wobei Reini generell von Beginn meiner Biathlonzeit, also ab 1988, dabei war. Er ist wahrscheinlich heute noch der beste Handstopper“, verrät der 58-Jährige. Was den Jubilar – Grossegger feiert am Sonntag seinen 70er – immer besonders ausgezeichnet hat, ist das Engagement für den Nachwuchs. „Er hat immer am meisten getan und tut das heute noch“, sagt Gredler.

Auch Simon Eder schwärmt: „Es ist unbezahlbar, was Reini für den Sport leistet. Leute wie er sind es, die so starke Zellen wie bei uns in Saalfelden aufrechterhalten. Wir sind alle extrem froh, dass wir ihn haben.“ Vater Alfred ist ein guter Freund Grosseggers und war sogar dessen Trauzeuge. Er sagt: „Reini ist die gute Seele des Vereins und unterstützt den Landesverband weiter, obwohl er längst abgetreten ist. Auf ihn kannst du dich immer zu einhundert Prozent verlassen!“

Andrea Grosseger, wie Reinhard eine tragende Säule des HSV, weiß: „Er kann extrem gut mit Kindern umgehen, sie himmeln ihn an.“ Gemeinsam haben die beiden zwei Söhne. Der eine wurde Doktor in Bauingenieurswesen, der andere Biathlet. „Meine Eltern haben uns nie zu was gedrängt“, betont Sven, der in die Fußstapfen seiner Eltern trat und es auf 83 Weltcupeinsätze brachte.

Die Enkerl („Mindestens einmal die Woche hat er Opa-Dienst“) halten das Geburtstagskind auf Trab, der Sport fit. „Ohne kann er nicht“ lacht Sven. Am Sonntag gibt’s aber eine Pause – da wird Reini gefeiert!

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