Jubel bei Gregor Bloéb

Mehr als 20.000 Besucher, 100 Prozent Auslastung

Tirol
30.08.2026 18:00

Es ist vollbracht, die Saison ist zu Ende! Die Tiroler Volksschauspiele in Telfs bedanken sich bei mehr als 20.000 Besucherinnen und Besuchern. Der künstlerische Leiter Gregor Bloéb spricht von einer „grandiosen Spielzeit“. Und: Zum Abschluss stand ein ganz großer Dramatiker im Mittelpunkt.  

„Mit der letzten Aufführung von Feuernacht gehen außergewöhnliche Wochen zu Ende“, betonte Gregor Bloéb, künstlerischer Leiter der Tiroler Volksschauspiele. Die Stoffe der diesjährigen Produktionen, der „Marathonlesung – Flucht ohne Ende“ und „Feuernacht“, lassen einen „emotional, verzaubert und gedanklich befeuert“ zurück. „Mehr als 20.000 begeisterte Besucherinnen und Besucher sowie eine Auslastung von sage und schreibe 100 Prozent müssen wir erst einmal verdauen“, betont er.

Die Schauspieler waren grandios.
Die Schauspieler waren grandios.(Bild: Marcella Ruiz Cruz)
Die Kulisse war außergewöhnlich.
Die Kulisse war außergewöhnlich.(Bild: Marcella Ruiz-Cruz)
Das Wetter spielte überwiegend mit.
Das Wetter spielte überwiegend mit.(Bild: Marcella Ruiz-Cruz)

Aber was die Tiroler Volksschauspiele tatsächlich ausmache, seien die Menschen. „Der Fleiß, das Können, die Erfahrung und vor allem dieses unglaubliche Herz, diese Liebe zur Arbeit, zum Detail und zum Theater. Diesen besonderen Geist kann man nicht planen und schon gar nicht kaufen. Ich bedanke mich bei allen, die diesen Sommer mit uns getragen, gespielt, gearbeitet, geholfen und mitgefiebert haben. Danke an die Telferinnen und Telfer sowie Danke an alle Sponsoren und Partner. Ihr seid großartig“, sagte Bloéb. 

Auszeichnung auch heuer wieder vergeben
In gewohnter Manier wurde zum Abschluss der Tiroler Volksschauspiele auch heuer die RUTH vergeben. Der von Bildhauer Xaver Valentin gestaltete Theaterpreis erinnert an die Mitbegründerin und langjährige Obfrau Ruth Drexel und zeichnet Menschen aus, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Tiroler Volksschauspiele und das Volkstheater an sich verdient gemacht haben. 

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Wer, wenn nicht er? Es gibt wohl keine Bühne weit und breit, die nicht schon einmal einen Mitterer gespielt hat.

Gregor Bloéb, künstlerischer Leiter der Tiroler Volksschauspiele

Felix Mitterer im Mittelpunkt
In diesem Jahr ging der RUTH an Felix Mitterer. Der 1948 in Achenkirch in Tirol geborene Dramatiker, Drehbuchautor und Schauspieler prägt das deutschsprachige Theater seit beinahe fünf Jahrzehnten. Und er tut es wie kein Zweiter. Seine Werke, stets nah an den Menschen und ihren Schicksalen erzählt, berühren über Generationen hinweg und machten ihn weit über die Tiroler Berge hinaus bekannt. Mit den Tiroler Volksschauspielen verbindet Mitterer eine jahrzehntelange gemeinsame Geschichte mit zahlreichen Uraufführungen – darunte rin diesem Jahr „Feuernacht“, die Fortsetzung von „Verkaufte Heimat“ (2019). 

„Bei Felix gibt es keine undankbaren Rollen“
„Wer, wenn nicht er? Es gibt wohl keine Bühne weit und breit, die nicht schon einmal einen Mitterer gespielt hat. Und als Schauspieler gibt es kaum etwas Schöneres als einen Mitterer zu spielen. Bei Felix gibt es keine schlechten, keine undankbaren Rollen. In seinen Stücken geht es immer um Menschen, um Außenseiter, Eigenbrötler, Spinner, Verräter, Aussätzige. Er gibt ihnen eine Stimme, weil er sie liebt. Seine Figuren haben Tiefe, weil er selbst tief empfindet. Lieber Felix, du hast so viel geleistet und so viele Menschen mit deinen Geschichten berührt. Wir verneigen uns“, betonte Bloéb.

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