Bundesliga-Schlager

Spektakel nur zu Beginn: Rapid gewinnt gegen Sturm

Bundesliga
30.08.2026 18:59
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Rapid hat am Sonntag in der Bundesliga wieder Rang eins übernommen. Die Hütteldorfer feierten gegen Sturm Graz einen 3:1-Heimsieg und liegen damit nach vier Siegen aus vier Partien wegen der um einen Treffer besseren Tordifferenz vor dem LASK.

Mit dem Erfolg dank Toren von Yusuf Demir (7./Elfer), Marco Tilio (17.) und Nosa Dahl (86.) gelang eine kleine Wiedergutmachung für das Europacup-Out gegen die Hearts. Für Sturm war ein Tor von Belmin Beganovic (11.) zu wenig.

(Bild: GEPA)

Bei Rapid gab es im Vergleich zum Ausscheiden im Conference-League-Play-off drei Änderungen. Matthias Seidl, Ercan Kara und Dahl nahmen zunächst auf der Bank Platz. Die Gäste, die das Match nach Rot wegen Torraubs für Albert Vallci (90.) in Unterzahl beendeten, begannen mit acht Österreichern, die Neuzugänge Joshua Quarshie und Valmir Matoshi waren vorerst Ersatz.

(Bild: GEPA)

Die Partie vor 24.689 Fans und bei großer Hitze hatte bereits nach zweieinhalb Minuten ihren ersten Aufreger. Jürgen Heil verlor nach einem weiten Pass von Serge-Philippe Raux seinen Gegenspieler Moulaye Haidara aus den Augen, der Rapid-Profi kam im Sechzehner zu Fall und Schiedsrichter Stefan Ebner entschied auf Strafstoß – den Demir nach knapp vierminütigem VAR-Check sicher verwandelte.

Hödl-Ballverlust ermöglicht Rapids 2:1
Sturm schlug fast postwendend zurück. Die Rapid-Abwehr wirkte unsortiert und Beganovic durfte nach Vorlage von Simon Seidl vollenden. Wenig später bedeutete ein Ballverlust von Jacob Peter Hödl die neuerliche Rapid-Führung. Tilio luchste dem Mittelfeldmann den Ball ab, wurde danach von Tonni Adamsen sehenswert bedient und bezwang Sturm-Schlussmann Ammar Helac, der den angeschlagenen Daniil Chudjakow ersetzte.

(Bild: GEPA)

Es folgte eine Phase mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, ehe es gegen Ende der ersten Hälfte wieder in beiden Strafräumen brenzlig wurde. Tilio prüfte Helac, den Abstauber setzte Adamsen über das Tor (35.). Außerdem beförderte Haidara den Ball am kurzen Eck vorbei (45.+4). Auf der Gegenseite verfehlte Seidl aus guter Position (41.), ehe Niklas Hedl mit einer Slapstick-Aktion für Gefahr sorgte. Rapids Schlussmann schoss Raux-Yao aus kurzer Distanz an, der Ball flog in Richtung Tor, konnte aber vom Tormann einen guten Meter vor der Linie abgefangen werden (42.).

(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel in Richtung Sturm zu kippen, die Steirer verzeichneten vor allem durch Distanzschüsse die eine oder andere Halbchance. Mit Fortdauer der Partie steigerte sich Rapid aber wieder und kam dem 3:1 in der 76. Minute nahe, als Paul Koller eine scharfe Haidara-Hereingabe an die eigene Latten-Oberkante bugsierte.

(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

Für die Entscheidung sorgte „Joker“ Dahl mit einer gelungenen Einzelaktion samt überlegtem Abschluss ins lange Eck. Zu allem Überfluss für Sturm sah Albert Vallci im Finish auch noch Rot wegen Torraubs gegen Kara. Damit kassierten die Grazer die erste Liga-Pflichtspielniederlage in dieser Saison und liegen nach Verlustpunkten gerechnet schon sieben Zähler hinter dem Führungsduo Rapid und LASK.

Guliksen und wohl auch Amane könnten Rapid verlassen
Für die Rapidler geht es bereits am Mittwoch mit dem Nachtragsmatch auswärts gegen Red Bull Salzburg weiter, bis dahin dürfte es zu einem personellen Aderlass kommen. Tobias Guliksen, mit rund 3,8 Millionen Euro der teuerste Einkauf der Klubgeschichte, steht vor einer Leihe zu Lilleström, auch Romeo Amane könnte den Verein verlassen. Dafür wird Kapitän Seidl bleiben, wie Geschäftsführer Sport Markus Katzer im Sky-Interview versicherte.

Rapid – Sturm Graz 3:1 (2:1)
Wien, Allianz Stadion, 24.689, SR Ebner

Tore: 1:0 (7.) Y. Demir (Elfmeter), 1:1 (10.) Beganovic, 2:1 (17.) Tilio, 3:1 (86.) Dahl

Rapid: Hedl - Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Horn (46. Roka) – Bajlicz, Amane (73. M. Seidl) – Y. Demir, Tilio (61. Dahl), Haidara (84. Wurmbrand) – Adamsen (73. Kara)

Sturm: Helac – Heil, Vallci, Koller (81. Quarshie), Soglo (46. Balbo) – S. Seidl (75. Matoshi), Gorenc Stankovic, Weinhandl, Hödl (46. G. Mamageishvili) – Jatta, Beganovic (59. Weiper)

Gelbe Karten: Amane, Wurmbrand bzw. Heil, Gorenc Stankovic, Weinhandl

Rote Karte: Vallci (90./Notbremse)

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