Die Volksschauspiele Telfs überbieten sich jedes Jahr aufs Neue. Dank toller Schauspieler, toller Location, einzigartiger Livemusik – und Gregor Bloéb. Ein Glücksfall für ganz Tirol, glaubt Markus Gassler, Chef vom Dienst bei der „Tiroler Krone“.
Die Volksschauspiele Telfs setzten Maßstäbe. Das haben sie mit ihrem aktuellen Stück „Feuernacht“ wieder unter Beweis gestellt. Wer geglaubt hat, dass „Romeo und Julia“ aus dem Vorjahr das Telfer Maß aller Dinge ist, der wurde eines Besseren belehrt. „Feuernacht“ toppt das Vorjahres-Stück.
Da ist zum einen das grandiose Drehbuch von Felix Mitterer. Mit seiner „Feuernacht“ hat er einmal mehr bewiesen, dass er zu den ganz Großen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zählt. Das Stück sollte – wie die gesamte „Verkaufte Heimat“ – Pflicht für alle Schülerinnen und Schüler Tirols sein. Diesseits und jenseits des Brenners.
Dann ist da ein kongeniales Ensemble. Eine bzw. einen hervorzuheben wäre jedem gegenüber unfair, der hier nicht erwähnt wird – es ist eine kollektive Meisterleistung unter der Regie von Thomas Gassner. Jedem scheint seine Rolle auf den Leib geschrieben zu sein.
Und dann ist da die einzigartige Bühne – ein Abbruchhaus in der Telfer Südtirolersiedlung. Dank einer großen Leinwand, auf der die Szenen zum Großteil live in Schwarz-weiß übertragen werden, bekommt Theater in Telfs eine völlig neue Dimension und wird zum Kinoerlebnis.
Die Krönung ist die von Herbert Pixner komponierte Musik, die er zusammen mit drei Kollegen live spielt.
Über allem steht natürlich einer: Gregor Bloéb. Mit ihm sind die Volksschauspiele in neue Sphären aufgestiegen. Sphären, die weit über Tirol wirken. Er ist ein absoluter Glücksfall – für Telfs und ganz Tirol.
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