Verbot an NÖ-Schulen

ÖVP will „junge Mädchen vor dem Kopftuch schützen“

Niederösterreich
30.08.2026 07:01

200.000 Schüler in Niederösterreich werden ab 7. September wieder die Schulbank drücken – für unter 14-jährige Mädchen gehört das Kopftuch dann jedenfalls der Vergangenheit an.

Wenn am 7. September die Schulen wieder öffnen, gilt erstmals das Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen an Österreichs Bildungsinstituten. Die ÖVP-Niederösterreich sieht das positiv. „Der pinke Bildungsminister Wiederkehr folgt damit dem niederösterreichischen Vorbild.“

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Das Kopftuch wird als Zeichen der Unterdrückung wahrgenommen. Als Mutter zweier Töchter bricht es mir das Herz, wenn ich kleine Kinder mit Kopftuch sehe.

Landeshauptfrau Johanna Mikl_Leitner

Nach Kindergärten nun Schulen
Denn im Aktionsplan gegen den radikalen Islam hat sich Niederösterreichs Landesregierung bereits für ein Kopftuchverbot an Kindergärten ausgesprochen. Nun zieht der Bund mit einer entsprechenden Regelung für Schulen nach. Eine Studie des Bildungsministeriums aus dem Jahr 2019 zeigt auf, dass mehr als zehn Prozent der muslimischen Schülerinnen in den Mittelschulen und Unterstufen der Gymnasien ein Kopftuch tragen.

„Kinder müssen sich frei entfalten können. Das Kopftuchverbot ist daher ein wichtiges Instrument, um Mädchen vor einer frühzeitigen Stigmatisierung und religiösen Vereinnahmung zu schützen. Es gibt null Toleranz gegenüber integrationsunwilligen Eltern, die ihren kleinen Töchtern das Kopftuch aufzwingen“, erklärt Landeshauptfrau und ÖVP-Chefin Johanna Mikl-Leitner.“

„Wir lassen die Lehrer sicher nicht alleine!“
„Klar ist: Die Lehrerschaft darf bei der Umsetzung des Kopftuchverbots nicht alleine gelassen werden. Unsere Pädagogen brauchen dabei die notwendige Unterstützung, klare Rahmenbedingungen und verlässliche Ansprechpartner“, ergänzt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Denn ein Verbot könne nur wirksam sein, wenn es in der Praxis auch gut und einheitlich umgesetzt werden kann. Auch die Experten der Bildungsdirektion stehen mit Rat und Tat zur Seite.

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Jeder, der sich gegen ein Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen ausspricht, kann nicht ganz bei Trost sein.

ÖVP-Jugendsprecher Florian Krumböck

Der Jugendsprecher der ÖVP, Florian Krumböck, erklärt: „Das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren steht für Kinderschutz und Gleichbehandlung. Niemand kann mir erklären, dass eine Volksschülerin freiwillig und vor allem in vollem Bewusstsein über dessen Bedeutung das Kopftuch aufsetzt. In Österreich entscheiden keine selbsternannten Sitten- oder Moralwächter darüber, wie Mädchen sich zu kleiden haben – weder online noch offline. Hier geht es nicht um ein einfaches Stück Stoff, sondern um die Frage, ob wir akzeptieren, dass man schon jungen Mädchen ein Symbol weiblicher Unterordnung aufzwingt.“

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