Beeinträchtigtes Kind

Mobbing-Vorwürfe in Schule: Eltern wehren sich

Tirol
05.08.2026 05:00

Die Familie eines Tiroler Volksschülers mit autistischer Beeinträchtigung ist verzweifelt. Die Mutter spricht von massivem Mobbing gegenüber ihrem Sohn und möchte ihn aus der Klasse nehmen. Andere Eltern sehen den Buben als Unruhestifter. 

Eine Tiroler Mutter kämpft um einen Klassenwechsel für ihren Sohn. Der Bub hat eine autistische Beeinträchtigung. Er besucht eine Volksschule im Großraum Innsbruck. Doch im Klassenverband funktioniert das Zusammenleben ganz und gar nicht. Das ist das Einzige, in dem sich die Eltern einig sind.

Die Erklärungen zum Grund des Problems gehen weit auseinander. Die Mutter des Buben berichtet von Ausgrenzung, Abwertung und auch körperlichen Angriffen, denen ihr Sohn ausgesetzt sei. „Mein Kind wird gemobbt“, lautet ihr Vorwurf. Die Familie sieht sich von Schulleitung und Bildungsdirektion im Stich gelassen. Letztere verweist auf Beratungslehrer und Schulpsychologie, die der Klasse zur Seite gestellt wurden.

„Bub ist eine Gefahr für andere Kinder“
Konflikte gibt es genug zu lösen. Eine Elternvertreterin sieht aber den Buben als Verursacher der Unruhe. Er sabotiere immer wieder den Unterricht und sei auch schon auf eine Lehrerin losgegangen, erzählt die Frau. Der Bub sei eine Gefahr für andere Kinder. Die Elternvertreterin über eine Auswirkung der Probleme, die schon seit langer Zeit bestehen: „Die gesamte Klasse ist mit dem Lernstoff hinten.“

Die Fronten sind sichtlich verhärtet. Eine rasche Lösung ist nicht in Sicht. Doch das neue Schuljahr rückt rasch näher. Die Mutter des Buben hofft doch noch auf eine Zusage für einen Klassenwechsel. 

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