Saddam-Prozess
Boykott der Anwälte im Saddam-Prozess
Die Anwälte würden erst zurückkehren, wenn ihre Sicherheit gewährleistet sei, teilte er weiter mit. Der oberste Richter Rauf Abdel Rahman wies die Forderungen zurück und erklärte, man habe Ersatzanwälte eingesetzt. Bei der Sitzung am Montag trat jedoch nur der Verteidiger eines nachrangigen Angeklagten, Ali Dajih Ali, auf. Dieser selbst wies nach den Darlegungen seines Anwalts alle Anschuldigungen zurück.
Die Staatsanwaltschaft hat am 19. Juni für Saddam Hussein und zwei seiner Mitangeklagten die Todesstrafe gefordert. Alle acht müssen sich wegen eines Massakers in der Stadt Dujail nördlich von Bagdad verantworteten, wo 1982 mehr als 140 Schiiten getötet wurden. Das Verfahren läuft seit acht Monaten.
Nach den Schlussplädoyers der Anwälte erhalten die Angeklagten jeweils selbst noch einmal das Wort, was noch einige Sitzungen in Anspruch nehmen dürfte. Ein weiterer Prozess gegen Saddam Hussein wegen Völkermords an den Kurden im Nordirak soll am 21. August beginnen. Das Urteil im Dujail-Prozess dürfte Beobachtern zufolge vorher gesprochen werden.
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