Die einen verbringen ihre Freizeit mit Sport, andere auf der Couch vor dem Fernseher. Ein ganz besonderes Hobby hat der Steirer Willi Gyulai, der mit seiner privaten Limousine Fahrgäste von A nach B chauffiert.
Andere genießen mit 60 neben ihrem Beruf die freie Zeit – Willi Gyulai setzt sich lieber hinters Steuer. Der Unternehmer aus Lannach führt zwei Betriebe in der Gärtnerei- und Floristikbranche. Zwei Tage pro Woche tauscht er seinen Schreibtisch freiwillig gegen den Fahrersitz seines Elektroautos Mercedes EQC: „Ich liebe das Autofahren – für mich ist das keine Arbeit. Bevor ich mich zu Hause langweile, mache ich etwas Sinnvolles!“
Neben Stammkunden und Krankenhausfahrten für diverse Versicherungen nimmt er regelmäßig auch Uber-Fahrten an – so könne prinzipiell jeder Platz auf seiner Rückbank nehmen. Und darauf ist der Steirer stolz: „Bei knapp 5000 Fahrten bei Uber habe ich eine Durchschnittsbewertung von 5 von 5 Sternen!“
Vom Filmstar bis zum Bauarbeiter
Dabei sei ihm eine entspannte Atmosphäre wichtig: Es sei bei den Fahrten noch nie ein negatives Wort gefallen, weder vom Fahrgast noch von ihm – über Staus und die Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer ärgere er sich nicht: „Bei mir gibt es nur positive Stimmung!“ Auch Telefongespräche oder sonstige ablenkende Tätigkeiten wären für ihn ein No-Go.
Bei seinen Fahrten habe er schon die verschiedensten Persönlichkeiten kennengelernt, „vom Filmstar bis zum Bauarbeiter waren alle dabei!“ Kürzlich chauffierte er unter anderem den FIA-Präsidenten Mohammed bin Sulayem, Chef des Dachverbands der Formel 1, zu einem Meeting. Viele weitere prominente Fahrgäste dürfe er aber aus Gründen der Diskretion nicht nennen.
Frau und Tochter haben Priorität
Bei aller Freude am Chauffieren gibt es allerdings Fahrgäste, die er selbst Prominenten vorzieht: „Wenn meine Tochter oder Frau in die Stadt wollen, haben sie natürlich Priorität!“
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