Elf von elf!

Die Violetten setzen auf „Made in Austria“

Austria Salzburg sorgte am vergangenen Wochenende für eine absolute Seltenheit, die es seit 2663 Tagen nicht mehr gab. Damals waren die Maxglaner noch in den Tiefen des Amateurfußballs vertreten. Sportboss Roland Kirchler und auch Obmann David Rettenbacher erklärten der „Krone“ die Beweggründe. 

Sieben Jahre lang hatte es das bei Austria Salzburg nicht mehr gegeben. Am vergangenen Freitag war es wieder so weit: Beim knappen 3:2-Heimerfolg in der 2. Liga gegen Kapfenberg standen elf Österreicher in der Startelf der Violetten. Eine solche rein österreichische Anfangsformation tischte Trainer Christian Schaider zuletzt am 7. Mai 2019 auf – damals beim 2:2 gegen Bramberg in der Salzburger Liga.

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Das ist schon auch unser Auftrag im Sinne des österreichischen Fußballs. So verstehen jedenfalls wir das.

David RETTENBACHER, Obmann Austria Salzburg

Für Austria Salzburg ist rot-weiß-rote Förderung auch Auftrag
Auf der Ersatzbank saßen sechs Spieler. Vier davon hatten einen heimischen Spielerpass in der Tasche. „Das ist schon auch unser Auftrag im Sinne des österreichischen Fußballs. So verstehen jedenfalls wir das“, sagte Obmann David Rettenbacher. Sportdirektor und Kaderplaner Roland Kirchler ist sogar stolz darauf. „Wenn man sich da andere Vereine ansieht, ist das dort nicht der Fall. Uns ist egal, was die anderen machen. Aber es freut uns doppelt, wenn’s dann auch noch sportlich so aufgeht“, erklärte der Tiroler, den es aber auch freut, wenn es mal nicht so läuft.

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Denn: „Wir wollen die Spieler schon auch ausbilden“, verriet der Sportboss. Auf einen Dauerzustand würde der Ex-Profi derzeit aber nicht wetten. „Fußball ist ein Tagesgeschäft, das kann sich natürlich auch schnell wieder ändern“, erklärte der 55-jährige Tiroler. Besonders auf die Stimmung im Team würde sich der starke Block an jungen und erfahrenen Österreichern positiv auswirken.

Kirchler: „Eigendynamik ist richtig cool!“
„Das ist eine bewusste Entscheidung und das kommt auch gut an. Es hat sich eine echte Eigendynamik entwickelt und die ist richtig cool“, erklärte er. Sogar die Qualität soll davon profitieren. „Die älteren österreichischen Spieler führen die jungen Kicker gut. Da fangen wir auch die eine oder andere Qualität auf, die uns im Kader hier und dort vielleicht fehlt. In Innsbruck hatten wir damals nur sieben Tiroler, da war es dann für uns als Team oft richtig schwer“, erinnerte er sich. Die nächste Chance auf das „violett-weiße“ Nationalteam bietet sich schon am Freitag. Dann gastiert die Austria bei St. Pölten.

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