Dem mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, bei dem Passagierflugzeuge unter anderem in das World Trade Center gesteuert wurden, soll im Jahr 2028 der Prozess gemacht werden. Die Verhandlung soll im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba stattfinden.
Chalid Scheich Mohammed ist seit Jahren in Guantanomo inhaftiert und soll das Mastermind den Anschlägen sein. Mit ihm werden sollen noch drei weitere Angeklagten der Prozess gemacht werden – der Termin wurde am 5. Juni 2028 festgesetzt, wie es in einer Anordnung des zuständigen Militärrichters heißt.
Dieser Termin könnte sich jedoch noch verschieben – bis dahin wird es noch mehrere Verfahrensentscheidungen geben. Mohammed soll die Finanzierung und die Kommunikation der Anschläge, bei denen mehr als 3000 Menschen getötet wurden federführend übernommen haben. Islamisten hatten drei Passagierflugzeuge entführt und zwei in das World Trade Center in New York und das Pentagon nahe Washington gesteuert. Eine vierte gekaperte Maschine war im Bundesstaat Pennsylvania abgestürzt.
Mohammed wurde 2003 gefasst und anschließend vom Geheimdienst CIA verhört. Einem Bericht des US-Senats soll er während dieser Verhöre gefoltert worden sein. 2006 landet er schließlich im Gefangenenlager Guantanamo, wo ihm in zwei Jahren nun nach langer Verzögerung vor einem Militärtribunal der Prozess gemacht werden soll.
Ein US-Berufungsgericht lehnte eine Vereinbarung ab, die vorsah, dass sich der mutmaßliche Drahtzieher und zwei Mitangeklagte schuldig bekennen, um der Todesstrafe zu entgehen. Der Deal wurde von Beamten des Guantanamo-Kriegsgerichts des Pentagons akzeptiert – nach Kritik von republikanischen Abgeordneten wurde dieser jedoch wieder widerrufen.
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