Überlebende erzählt

Mutter nach Hai-Attacke: „Er war ein Monster!“

Ausland
27.08.2026 08:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine Australierin, die bei einer Haiattacke an einem beliebten Strand in Sydney schwer verletzt wurde, spricht erstmals öffentlich über ihren Überlebenskampf. Die 34 Jahre alte Leah Stewart war am 13. Juni beim morgendlichen Schwimmtraining am Coogee Beach angegriffen und mehrmals in Arme und Beine gebissen worden. 

Die Mutter einer Tochter (1) wurde lebensgefährlich verletzt und in ein künstliches Koma versetzt. Sie musste mehrere Operationen überstehen. Ihre Genesung sei „unglaublich schwierig“, trotzdem mache sie „bemerkenswerte“ Fortschritte, berichtet Stewart, der ein Arm amputiert werden musste.

In einem Interview mit Nine Network schildert die Lehrerin den Moment des Angriffs. Besonders das Gesicht des Hais habe sich ihr eingebrannt. „Ich werde sein Gesicht niemals vergessen – es war ein Monster“, sagt sie.

Stewart vor dem Angriff mit ihrer Tochter August
Stewart vor dem Angriff mit ihrer Tochter August(Bild: GoFundMe/LeahStewart)

Der vier Meter lange Weiße Hai habe nach ihren Armen und Beinen geschnappt. Ihr einziger Gedanke sei ihre Tochter August gewesen, erzählt sie der „BBC“. „Sie wird keine Mutter mehr haben. Sie wird ohne Mutter aufwachsen. Das konnte ich nicht ertragen. Ich wollte nicht, dass sie ohne Mutter sein muss. Ich dachte nur: Ich muss kämpfen und alles tun, was ich kann, um am Leben zu bleiben.“

„Werde zweite Chance nicht verschwenden“
„Nach einigen unglaublich schwierigen Monaten bin ich sehr glücklich darüber, inzwischen so weit zu sein, dass ich mir wieder ein Stück Selbstständigkeit aufbauen kann. Endlich sehe ich nach all dem wieder etwas Licht.“ Sie versicherte, „ihre zweite Chance auf das Leben nicht verschwenden zu wollen“.

Die Hilfe ihrer Familie, ihrer Freunde und völlig fremder Menschen, die sie moralisch und auch finanziell unterstützt hätten, habe sie überwältigt. „Ihr habt mich dazu inspiriert, gesund und nicht verbittert zu werden.“ Das für sie gesammelte Geld – mehrere hunderttausend Dollar – ermögliche es ihr, sich zu Hause zu erholen, und schaffe auch Möglichkeiten für weitere medizinische Behandlungen.

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