Seit Kurzem in Graz unterwegs: Elektro-Tuk-Tuks chauffieren nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische. Wo man sie am häufigsten antrifft.
Ein unerwarteter Anblick: Anstatt eines Taxis wartete vor Kurzem ein E-Lastenrad auf mich. Peter Schlacher, Gründer von CityTuk Graz, chauffierte mich von der Grazer Kaiserfeldgasse zum Hauptbahnhof. Knapp neun Minuten dauerte die amüsante Fahrt.
„Ich wollte eigentlich ein Lastenfahrrad kaufen, doch die verfügbaren Fahrzeuge waren teuer, nicht gut ausgestattet und rechtlich nicht ganz sicher. Darum begann ich selbst, Fahrzeuge zu importieren“, erzählt Schlacher. Nun verkauft der Unternehmer die aus China importierten Dreiräder gesetzeskonform in Österreich – auch nach der Gesetzesnovelle am 1. Oktober darf man damit auf Radwegen fahren. Nebenbei bietet er Fahrgästen hauptsächlich abends von Mittwoch bis Sonntag mit derzeit zwei Fahrzeugen kurze Innenstadtfahrten an.
Innenstadt kann durchfahren werden
Einen Hauptvorteil sieht Schlacher im Vergleich zum Taxi: „Ich muss nicht, wie im Auto, die Innenstadt umfahren, ich kann sie wie auf einem Fahrrad durchfahren.“ Mit Taxiunternehmen möchte er sich dennoch nicht anlegen: „Taxis möchte ich eigentlich keine große Konkurrenz machen. Das Tuxi soll mehr eine Attraktion sein, mit dem man zum Spaß mitfährt!“
Seine gängigsten Fahrten wären ohnehin hauptsächlich Kurzstrecken in der Nacht, vom Kaiser-Josef-Platz ins Uni-Viertel, oder eine Runde um die Uni herum. Auch Öffi-Nutzer möchte er ansprechen: In der Tuxi-Zone 1, die die Innenstadt bis zur Annenstraße umschließt, kostet die Fahrt für zwei Personen weniger als die Tickets für Straßenbahn und Bus.
Winken statt anrufen
Wer jedoch selbst in den Genuss des „Tuxis“ kommen möchte, kann nicht einfach anrufen, sondern muss dem vorbeifahrenden „Tuxi“ entweder zuwinken, über die Website eine Stadtrundfahrt buchen oder bei einem von derzeit fünf Kooperationspartnern, darunter P.P.C. und Office Pub, anfragen. Geheimtipp des Fahrers: „Abends am Sonnenfelsplatz, Lendplatz oder Kaiser-Josef-Platz warten, dort sind wir immer unterwegs!“
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