Der Tourismusverband sowie die Gemeinden wollen im Tiroler Bezirk Schwaz eine sicherere Rad-Route von Jenbach zum Achensee errichten. Einer der Grundeigentümer legt sich aber quer. Ob sich das noch ändert?
Das Biken in der Ebene und in den Bergen verzeichnet seit vielen Jahren einen Boom in Tirol. Im Bezirk Schwaz scheitert die Errichtung eines wesentlich sichereren Streckenverlaufs jetzt an gerade einmal 108 Metern und einem Grundeigentümer. Doch von Anfang an:
Bereits seit dem Jahr 2024 bemühen sich der Tourismusverband (TVB) Silberregion Karwendel sowie die Gemeinden Jenbach und Eben am Achensee um eine Verbindung für Mountainbiker von Jenbach zum Achensee. Ziel des Projektes ist es, die Sportler von der sehr stark befahrenen und somit gefährlichen Kasbachstraße wegzubringen.
Wir haben sehr viel Zeit in dieses Projekt investiert, Gespräche geführt und einen Ziviltechniker mit der fachlichen Planung beauftragt.
TVB-Geschäftsführerin Elisabeth Frontull
Mehrere Möglichkeiten geprüft
In den vergangenen zwei Jahren wurden zu diesem Zweck mehrere mögliche Streckenführungen besichtigt und geprüft. Im Zuge dessen wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass bestehende Forststraßen möglichst sinnvoll miteinander verbunden werden können, ohne zu viel in die Natur eingreifen zu müssen.
„Wir haben sehr viel Zeit in dieses Projekt investiert, unterschiedliche Varianten geprüft, Gespräche geführt und einen Ziviltechniker mit der fachlichen Planung beauftragt“, zählt TVB-Geschäftsführerin Elisabeth Frontull auf.
„Ohne Zustimmung ist Projekt nicht möglich“
Natürlich wurden alle Grundeigentümer um ihre Zustimmung zu der geplanten Verbindung ersucht. Bis auf einen haben auch sämtliche Betroffene zugestimmt. „Dass die Umsetzung der Mountainbike-Verbindung lediglich an einem 108 Meter langen Teilstück scheitert, ist sehr bedauerlich“, meint Frontull, „ohne die Zustimmung kann die Verbindung aber leider nicht offiziell umgesetzt werden.“
Da für die bisherige Planung schon erhebliche Kosten entstanden seien, hoffen die Projektbeteiligten, „dass der Grundeigentümer noch umdenkt“. Ob das passiert, bleibt abzuwarten.
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