Eine Million Euro

33-Jähriger soll für Terroristen gesammelt haben

Oberösterreich
20.08.2026 20:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Terroristische Vereinigung, Kriminelle Organisation, Terrorfinanzierung und Geldwäscherei wirft die Linzer Staatsanwaltschaft einem 33-jährigen Palästinenser vor, der einige Jahre in Linz gelebt hatte. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahren Gefängnis.

Er ist offiziell staatenlos, ist ein gebürtiger Palästinenser und lebte einige Jahre in Linz – daher ist die Linzer Staatsanwaltschaft auch für Mustafa A. (33) zuständig, weil er hier auch sein Online-Mediennetzwerk „Gaza now“ aufbaute. Allein auf Facebook soll er damit mehr als acht Millionen Menschen erreicht haben.

Schwere Vorwürfe
Die Justiz wirft ihm vor, über seine Accounts Werbung für die Hamas und Hisbollah – die bei uns als Terrororganisationen eingestuft sind – gemacht zu haben. Neben der Verherrlichung von Tötungen, Geiselnahmen und anderer verwerflicher Taten soll der 33-Jährige seine Reichweite dazu genutzt haben, Geld für Terrororganisationen zu sammeln. Dabei sei mehr als eine Million Euro zusammengekommen und transferiert worden sein.

Zehn Jahre Haft drohen
„Dem Beschuldigten werden Terroristische Vereinigung, Kriminelle Organisation, Terrorfinanzierung, Geldwäscherei und Aufforderung zu terroristischen Straftaten vorgeworfen“, zitiert die Linzer Staatsanwältin Ulrike Breiteneder aus der Anklage, die noch nicht rechtskräftig ist. Dem Staatenlosen, der ab 2016 in Österreich war, drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis, er streitet jede Schuld ab.

Doch er war auf der Flucht, als er 2025 in Amsterdam am Flughafen festgenommen und schließlich nach Österreich ausgeliefert wurde. Einen Verhandlungstermin für das Schöffenverfahren gibt es noch nicht.

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