Extrem überarbeitet
Strafe für Restaurantkette nach Mitarbeiter-Suizid
Der Chef der Kette und ein Vorgesetzter hätten nichts getan, um den Angestellten davon abzuhalten, urteilte das Gericht in Tokio. "Karoshi", Tod durch Überarbeitung, steht seit einigen Jahren in Japan im Wörterbuch, nachdem zahlreiche Arbeitnehmer wegen stressbedingter Probleme starben oder sich das Leben nahmen. In Japan ist es nach wie vor weit verbreitet, dem Unternehmen auch den Großteil seiner Freizeit zu widmen.
Fast 200 Überstunden pro Monat
"Arbeit ohne Pause, dazu Mobbing von Vorgesetzten, das sind die Gründe für die psychischen Probleme, die das Opfer dazu brachten, sich das Leben zu nehmen", begründete Richter Akira Yamada sein Urteil. Die rund 400.000 Euro bekommen die Eltern des Mannes, der sich bereits 2010 selbst tötete. Er hatte 2007 bei Sun Challenge angefangen und war 2009 zum Geschäftsführer eines Restaurants befördert worden. In den sieben Monaten vor seinem Suizid arbeitete er im Schnitt 190 Überstunden im Monat und nahm nur zwei Tage frei.
Das Urteil werde Geschichte schreiben, sagte der Anwalt der Familie. Es werde überarbeitete Beschäftigte ermutigen, sich zur Wehr zu setzen.
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