Zu einem tierischen Drama kam es im Juli auf der Astenau Alm im idyllischen Tiroler Rofangebirge, wie die „Krone“ berichtete. Die abgestürzten Kühe, die es überlebt haben, weiden mittlerweile an anderer Stelle. Hobbybauer Robert Lechner schöpfte auch Mut aus den Reaktionen auf den Bericht.
Eine mühsame Suche, die sich über mehrere Stunden zog, eine aufwendige Rettungsaktion, der Verlust zweier Jahrlinge und deren Bergung mit dem Hubschrauber sowie ein vorzeitiger Almabtrieb – all das steckt dem Hobbybauern Robert Lechner aus Wiesing immer noch in den Knochen. Wie die „Krone“ ausführlich berichtete, wurden auf der idyllischen Astenau Alm Ende Juli insgesamt sechs Kühe vermutlich durch einen nicht angeleinten Hund aufgeschreckt, gerieten in Panik und stürzten rund 100 Meter in ein Latschenfeld ab.
Mittels Seilwinde wurden die beiden notgeschlachteten Tiere am Tag darauf ins Tal geflogen und dem nächstgelegenen Entsorgungsbetrieb übergeben.
Die zwei Jahrlinge, die den Absturz überlebt haben und auf die Namen „Sunny“ und „Sally“ hören, brachte Lechner vorübergehend in den Stall ins Tal. „Mittlerweile weiden sie auf der Schulterbergalm in Achenkirch, in meiner Not hat sie der dortige Bauer bei sich aufgenommen“, erzählt der Hobbybauer aus Leidenschaft wenige Wochen nach dem Drama beim Lokalaugenschein.
„Da es auf der Alm keinen Ausschank und kaum Wanderer gibt, haben sie jetzt ihre Ruhe“, so Lechner. „Sally“ habe den Schock deutlich schneller weggesteckt als „Sunny“. „Sie hat rund drei Wochen lang nur sehr wenig gefressen und war in gewissen Situationen auch sehr verängstigt.“
„Ob es gsund ist, wird man erst bei der Geburt sehen“
Spannend wird es für Lechner im Winter. Dann wird „Sunny“, die trächtig ist, ein Kalb zur Welt bringen. „Ob es völlig gesund ist, wird man erst bei der Geburt sehen, der Tierarzt ist derzeit zuversichtlich, aber genau wissen kann man es natürlich nicht.“
„Sehr viele Leute haben Mitleid ausgesprochen“
Nach dem „Krone“-Bericht habe es zahlreiche Reaktionen gegeben. „Sehr viele Leute haben mich angesprochen und ihr Mitleid ausgesprochen. Darunter waren auch einige Hundebesitzer, die sich selbst darüber schockiert zeigten, dass es Tierhalter gibt, die ihren Vierbeiner auf einer Alm ohne Leine frei herumlaufen lassen.“
Für den Wirt der Astenau Alm ist das Ereignis immer noch sehr belastend.
Robert Lechner
Noch fünf Wochen werden die beiden Kühe auf der Alm, „auf der es zum Glück noch genügend Wasser gibt“, weiden, bevor der Almabtrieb erfolgt.
„Für den Wirt der Astenau Alm ist das Ereignis immer noch sehr belastend. Erstmals seit 100 Jahren hat er keine Kühe und muss sich um das Mähen der Wiesen selbst kümmern“, schließt Lechner.
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