George Russell holt sich die Pole für das Sprintrennen in Zandvoort. Lando Norris wird als Zweiter starten. WM-Führender Kimi Antonelli fuhr nur auf den fünften Platz.
George Russell hat sich die Pole Position für das Sprintrennen der Formel 1 in Zandvoort gesichert. Der Mercedes-Pilot verwies Weltmeister Lando Norris im McLaren am Freitag im Sprint-Qualifying vor dem Grand Prix der Niederlande um 0,041 Sekunden auf Platz zwei. Kimi Antonelli kam im zweiten Mercedes unmittelbar vor Lokalmatador Max Verstappen im Red Bull nicht über Rang fünf hinaus. Der WM-Leader verlor 0,227 Sekunden auf seinen Teamkollegen Russell.
Dieser könnte den Sprint über 24 Runden am Samstag dazu nutzen, etwas von seinem 59-Punkte-Rückstand in der Weltmeisterschaft abzuknabbern. Dem Sieger winken acht Zähler, die ersten acht Fahrer erhalten WM-Punkte.
Hier der Endstand:
Vor der vierwöchigen Sommerpause hatte Russell, der vor Saisonstart noch als WM-Favorit Nummer eins gegolten hatte, einen Rückschlag nach dem anderen kassiert. „Es ist großartig, zurück zu sein nach der Pause. Es war eine Runde, bei der alles zusammengestimmt hat“, sagte der Engländer. „Ich liebe diese Strecke, sie braucht viel Entschlossenheit.“ McLaren und Ferrari würden schnell aussehen. „Aber ich bin froh, dass wir dort stehen, wo wir stehen.“
Antonelli im Kiesbett
Dem drittplatzierten Ferrari-Piloten Charles Leclerc fehlten nur 5,5 Hundertstel auf Russells Bestzeit. Sein Teamkollege Lewis Hamilton, in der WM mit 50 Punkten Rückstand erster Antonelli-Verfolger, kam nicht über Startplatz sieben hinaus. McLaren-Mann Oscar Piastri, der im Vorjahr auf dem Dünen-Kurs in Zandvoort seinen bisher letzten GP-Sieg gefeiert hatte, schob sich noch vor Antonelli auf Platz vier. Im einzigen freien Training war der 19-jährige WM-Spitzenreiter der Schnellste gewesen.
Zum Auftakt der K.o.-Ausscheidung ratterte Antonelli aber durchs Kiesbett. Sein Auto trug kleinere Schäden davon, die ihn im Anschluss womöglich schnellere Zeiten kosteten. „Es ist schnell gegangen, aber es ist alles knapp beisammen“, gab sich der Italiener zuversichtlich. In sein Heimrennen in Monza wird Antonelli definitiv nicht aus der Pole Position starten. Mercedes kündigte für das auf Zandvoort folgende GP-Wochenende Anfang September einen Motorentausch an, der eine Startplatzstrafe nach sich ziehen wird.
Schwierige Quali für Verstappen
Für Verstappen begann das vorerst letzte Heim-Wochenende erwartet schwierig. Platz elf im freien Training folgte in der Sprint-Quali mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand Rang sechs. Sein Interims-Teamkollege Liam Lawson, der im Red Bull den am Handgelenk verletzten Isack Hadjar vertritt, verpasste als Elfter den Einzug ins Quali-Finale. Vor und hinter ihm starten als Zehnter bzw. Zwölfter die Racing Bulls von Arvid Lindblad und Yuki Tsunoda, Lawsons Ersatzmann beim italienischen Zweitteam der Bullen.
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