Wanderbare Steiermark

Der Bruderkogel: Weitblick und duftende Almböden

Steiermark
21.08.2026 11:00
Porträt von Elisabeth Zienitzer
Porträt von Silvia Sarcletti
Von Elisabeth Zienitzer und Silvia Sarcletti

Der Duft von Speik und Zirben begleitet uns bei dieser Wanderung, die das Wanderduo Elisabeth Zienitzer und Silvia Sarcletti in bewährter Form zusammengestellt hat, und die eine ruhigere Seite der Bergwelt rund um Hohentauern aufzeigt.

Der Große Bösenstein (2448 m), höchster Gipfel der Region Murtal, ist ein bekanntes Bergziel rund um Hohentauern. Wer es etwas ruhiger und auch wandertechnisch einfacher mag, findet mit dem – südlich davon gelegenen – Bruderkogel eine lohnende Alternative. Im Gegensatz zum schroffen Bösensteinmassiv prägen hier sanfte, abgerundete Geländeformen und weitläufige alpine Rasen das Landschaftsbild, dazwischen sorgen kurze felsige Abschnitte für Abwechslung. Charakteristisch für diese Bergwanderung ist, dass sich bereits beim Weggehen im Talboden das Gipfelkreuz zeigt und während des Aufstiegs immer wieder ins Blickfeld rückt.

Das Gipfelkreuz stets im Blick, geht es für die Wanderer bergauf, bis die Bergspitze auf 2299 m ...
Das Gipfelkreuz stets im Blick, geht es für die Wanderer bergauf, bis die Bergspitze auf 2299 m erreicht ist.(Bild: Weges)

Was für die einen eine mentale Herausforderung sein kann, wirkt auf andere motivierend – so oder so bleibt das Ziel stets vor Augen. Zudem wird diese Tour durch den charakteristischen Duft von Zirben und Speik zum Naturerlebnis.

Auf knapp 2300 Metern angekommen, öffnet sich schließlich ein weiter Blick über die Bösensteingruppe und die Gesäuseberge zu den Gipfeln der Wölzer Tauern bis zum fernen Dachstein.

Fazit: ein aussichtsreicher Berg abseits der bekannteren Gipfelziele.

Magische Momente sind bei dieser Tour inklusive.
Magische Momente sind bei dieser Tour inklusive.(Bild: Weges)

Wir starten beim Parkplatz (1250 m) und folgen der Forststraße taleinwärts am Forsthaus Pölsen vorbei. An der nächsten Kreuzung halten wir uns links und wandern durch den Talboden bis zum Wegweiser „Bruderkogel“. Nach der Querung des Lackneralmbaches geht die Forststraße weitere 2,9 Kilometer bergauf.

Daten & Fakten

  • Wanderdaten: 13,8 km/ 1090 Hm/Gehzeit 6.30 h.
  • Anforderungen: anspruchsvoll; Trittsicherheit, alpine Erfahrung und gute Kondition erforderlich.
  • Orientierung: Anfangs sind Wegweiser und Markierungen spärlich. Ab dem Einstieg in den Wanderweg 947 (gelber Wegweiser „Bruderkogel“) sind regelmäßig rot-weiß-rote Markierungen sichtbar. Oberhalb der Waldgrenze ist die Orientierung bei schlechter Sicht schwierig.
  • Ausgangspunkt: Zwischen Hohentauern und St. Johann befindet sich die Einfahrt zur Pölsen; direkt nach der Abzweigung ist der Parkplatz.
  • Einkehrmöglichkeiten: keine während der Wanderung; in Hohentauern oder St. Johann/T.
  • Fragen und Anregungen: WEGES – Silvia und Elisabeth, office@weg-es.at, weg-es.at; Facebook, Instagram: wegesaktiv.

Am Ende der Straße beginnt der steilere Anstieg durch einen zunehmend lichter werdenden Wald. Den Markierungen folgend gehts über den weitläufigen Kamm mit kurzen felsigen Abschnitten bis zum Bruderkogel (2299 m).

Der Rückweg führt entlang der Aufstiegsroute.

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