Dreistes Vorgehen
Betrüger haben „Bares für Rares“-Fans im Visier
Wer bei der Kultsendung „Bares für Rares“ mitmachen will, muss derzeit offenbar besonders vorsichtig sein. Unbekannte geben sich als Mitarbeiter der beliebten ZDF-Trödelshow aus und versuchen, das Vertrauen von Fans auszunutzen. Dabei sollen sie unter anderem telefonisch Kontakt aufnehmen oder über Kleinanzeigen auftreten. Der Sender reagiert nun deutlich – und kündigt rechtliche Schritte an.
Gleich mehrere Händler und Experten der Sendung haben zuletzt öffentlich vor entsprechenden Betrugsversuchen gewarnt. Dabei geht es offenbar um unterschiedliche Vorgehensweisen. So sollen sich etwa Unbekannte als Mitarbeiter des Formats ausgeben, um Informationen über wertvolle Gegenstände in privaten Haushalten zu erhalten.
Wenn der falsche Mitarbeiter anruft
Das ZDF bestätigte dem Focus auf Nachfrage, dass in den vergangenen Jahren bereits „mehrere Dutzend unterschiedliche Verstöße“ dokumentiert worden seien. Zuletzt beobachte der Sender eine Zunahme solcher Fälle. Je nach konkreter Fallgestaltung gehe man auch rechtlich gegen die Betrugsmaschen und sogenannte Trittbrettfahrer vor.
„Waldi“ warnt vor dreister Masche
Auch der bekannte Händler Walter Lehnertz, besser bekannt als „Waldi“, warnte seine Follower auf Instagram. Er berichtete von einem Fall auf Ebay-Kleinanzeigen, bei dem sich jemand in seinem Namen als sein Vorkäufer ausgegeben habe. Lehnertz kündigte in diesem Zusammenhang rechtliche Schritte an.
Es gibt nur einen Weg in die Sendung
Besonders wichtig ist dabei eine klare Regel: Verantwortliche der Sendung kommen laut den Warnungen nicht unangekündigt zu Fans nach Hause. Wer bei „Bares für Rares“ auftreten möchte, kann sich ausschließlich über die offizielle Bewerbung für die Sendung anmelden.
Recherchen für mögliche Einbrüche?
Auch Antiquitätenhändler Markus Wildhagen machte auf Instagram auf eine ähnliche Masche aufmerksam. Demnach sollen Unbekannte Privatpersonen telefonisch kontaktieren und sich als Mitarbeiter von „Bares für Rares“ ausgeben. Ziel sei offenbar, Informationen über wertvolle Gegenstände in den jeweiligen Haushalten zu bekommen.
Gegenüber t-online erläuterte das ZDF nun, dass es immer wieder Hinweise von Zuschauerinnen und Zuschauern sowie aus dem Händler- und Expertenteam erhalte. Die gemeldeten Betrugsversuche reichten demnach von Zeitungsannoncen und Veranstaltungen über Haustürbesuche und Telefonanrufe bis hin zu Social-Media-Posts. Auch die zuständige Produktionsfirma sei über die Fälle informiert.
ZDF will Betrügern das Handwerk legen
Nach Angaben des Senders werden die Protagonisten der Show dazu ermutigt, ihre sozialen Netzwerke zu nutzen, um vor Betrugsversuchen zu warnen. Auch das ZDF selbst versucht demnach, über Beiträge in sozialen Medien auf die Problematik aufmerksam zu machen.
Wie viele Fälle genau dokumentiert sind und woran der Sender die zuletzt beobachtete Zunahme festmacht, wollte das ZDF nicht näher erläutern. Nach Angaben von t-online wurden dem Sender in mehreren Fällen allerdings bereits vollständige Namen und Telefonnummern mutmaßlicher Täter genannt. Ob es zu Festnahmen oder Verurteilungen kam, ist nicht bekannt.









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