Vor allem wegen Futter

Landwirt: Betrieb heuer wohl um 50.000 Euro teurer

Niederösterreich
18.08.2026 06:30

Dem Waldviertler Rinderzuchtbetrieb der Familie Praschinger-Reischl setzt die Dürre, wie auch so vielen anderen, schwer zu. Die Landwirte-Familie fordert von der Politik rasche Hilfe und rechnet mit zigtausenden Euro an Einbußen im Hitze-Dürre-Jahr 2026.

Sie sitzen derzeit wortwörtlich „auf dem Trockenen“: Landwirtschaftliche Betriebe wie der der Familie Praschinger-Reischl aus Zemmendorf in der niederösterreichischen Stadtgemeinde Raabs an der Thaya. Denn dem hauptsächlichen Rinderzucht- und Milchbetrieb mit 105 Tieren – davon 42 Milchkühe – geht das Futter aus. 14 Hektar Maisflächen bilden großteils nur wenige Kukuruz- bzw. Maiskolben aus.

Futterkosten für Bauern werden extrem teuer.
Futterkosten für Bauern werden extrem teuer.(Bild: Attila Molnar)

22 Hektar Grünflächen, wo man teils große Ausfälle bei der Mahd verzeichnet. Und fünf Hektar Feldfutter, wo der Klee schon weitaus besser florierte. „Den letzten Schnitt kann man gar nicht als solchen bezeichnen“, klagen die Landwirte Thomas Praschinger und Michaela Praschinger-Reischl beim „Krone“-Lokalaugenschein.

Die Bauernfamilie, die in mehreren Generationen am Hof liebevoll mit den Tieren arbeitet, kann wegen ihrer erfolgreichen Zucht gar nicht wesentlich Tiere reduzieren, wie es andere Landwirte in der Not tun können und tun. „Und damit müssen wir auch teures Futter zukaufen“, so der Bauer weiter.

Thomas Praschinger und Michaela Praschinger-Reischl am Kukuruzfeld
Thomas Praschinger und Michaela Praschinger-Reischl am Kukuruzfeld(Bild: Attila Molnar)
Oma Elisabeth Reischl kümmert sich sorgsam um die Tiere
Oma Elisabeth Reischl kümmert sich sorgsam um die Tiere(Bild: Attila Molnar)

Nach derzeitigen Schätzungen wird der Familienbetrieb gegenüber einem normalen Jahr etwa 50.000 Euro an Mehrausgaben und Mindereinnahmen verzeichnen.

Eine Katastrophe für den Vollerwerbsbetrieb, vor allem, wenn das Hitze- und Dürre-Jahr nicht die große Ausnahme bleibt. Auch die Hagelversicherung kann nur einen Teil bezahlen. „Wir brauchen eine rasche Entscheidung der Regierung! Im besten Fall einen umfangreichen Katastrophenfonds, der schnell greift“, so die Praschingers.

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