Bei der 28. Auflage der Ötztal-Classic kamen nicht nur die Fahrer auf ihre Kosten. Auch viel Applaus durch die Zaungäste war den Nobelkarossen sicher.
Das älteste Fahrzeug, ein Rockne Six 75, hatte knapp 95 Jahre auf dem Buckel, das stärkste Auto im Teilnehmerfeld war ein Mercedes Benz 500 SL mit 328 PS, das „schwächste“ hingegen ein Citroën 2 CV mit 27 Pferdestärken. Aber weder das Alter noch die PS-Stärke standen bei der 28. Auflage der Ötztal-Classic im Vordergrund.
Applaus von den vielen Zuschauern am Straßenrand erhielten alle 64 teilnehmenden Karossen, die in Summe im Zuge von neun Etappen fast 480 Kilometer zurücklegten.
Sportlicher Ehrgeiz fehlte nicht
Freilich durfte neben der Freude am Fahren inmitten der beeindruckenden Tiroler Bergwelt auch der sportliche Ehrgeiz nicht ganz fehlen. In den 15 Wertungsprüfungen und sieben Zeitkontrollen galt es, möglichst wenige Strafpunkte zu sammeln und sich damit eine gute Ausgangsposition für die Gesamtwertung zu sichern.
Am besten gelang das letztlich Lucia und Holger Eichberger aus Niederösterreich.
Nobelkarossen verliehen Schloss Ambras viel Glanz
Der Sieg ist das eine, die vielen Eindrücke und Erlebnisse das andere. Beispielsweise die abendliche Fahrt über das Timmelsjoch. Dabei genossen die Teilnehmer eine unbeschreibliche Stimmung von Dämmerung, vorbeifliegenden Wolkenfetzen und Abendrot auf der perfekt vorbereiteten, leer gefegten Hochalpenstraße.
Ein weiterer Höhepunkt war der Stopp beim Schloss Ambras. Als die Oldtimer im weitläufigen, wunderschönen Park standen, erhielt die Renaissance-Anlage zusätzlichen Glanz verliehen und auch die Schlossbesucher nahmen dieses „Gratiszuckerl“ dankend an.
Mit vielen Eindrücken wieder nach Hause
Letztlich fuhren alle Teilnehmer mit jeder Menge Eindrücke im Gepäck wieder nach Hause. Fazit von Organisator Ernst Lorenzi: „Die 28. Ötztal-Classic verband einmal mehr automobile Leidenschaft mit landschaftlichen Höhepunkten, kulinarischen Genüssen und der besonderen Atmosphäre, bei der die Stars vier Räder haben – und ihre Besitzer das Privileg genießen, sie durch eine der schönsten Regionen der Alpen bewegen zu dürfen.“
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