31.10.2014 13:59 |

Ist dürr "perfekt"?

Victoria's-Secret-Plakat löst Magerdiskussion aus

Die neue Kampagne von Victoria's Secret sorgt jetzt für ordentlich Zündstoff. Darauf zu sehen sind Model-Engel wie Candice Swanepoel oder Lily Aldridge, die unter dem Slogan "The Perfect Body" die neue BH-Linie des Unterwäscheherstellers bewerben. Doch nach zahlreichen Protesten auf Twitter fordert nun eine Online-Petition das Dessouslabel dazu auf, seine Marketingstrategie zu überdenken und sich für diese Kampagne zu entschuldigen.

Die Victoria's-Secret-Engel zählen zu den schönsten Frauen im Modelbusiness. Perfekte Körper und sexy Kurven sind das Markenzeichen für die Unterwäschemodels - auch wenn die durchschnittliche Kundin des Dessouslabels meistens nicht so aussieht wie Candice Swanepoel, Alessandra Ambrosio oder Lily Aldridge.

Doch nun regt das neue Plakat von Victoria's Secret auf: Unter dem Titel "The Perfect Body" wirbt das Unternehmen derzeit nämlich für seine neue BH-Linie - und ruft damit bei vielen Kundinnen Unmut hervor. Denn darauf zu sehen sind zehn "Engerl" mit eben diesem angeblich "perfekten Körper".

Kritik an Werbung zu "perfektem Körper"
Doch damit, so die Kritiker, wird ein völlig falsches Frauenbild transportiert: Nämlich, dass unnatürlich nachbearbeitete Frauenkörper, die mit einer Durchschnittsfrau nichts mehr zu tun haben, erstrebenswert seien. Und das, so die kritischen Stimmen, sei so gar nicht "perfekt". Dass das Ganze im Grunde ein Wortspiel sein soll und mit "Body" der BH gemeint ist, verstehe man bei der Kampagne einfach nicht, heißt es in wutentbrannten Twitter-Nachrichten, die unter dem Hashtag #iamperfect abgesetzt wurden.

Kurz nach dem Erscheinen der Kampagne haben drei englische Studentinnen eine große Online-Petition gestartet. Darin rufen sie Victoria's Secret dazu auf, solche umstrittenen Marketingstrategien zu unterlassen und sich zu entschuldigen. "Diese Art von Werbung richtet eine unglaublich ungesunde Botschaft über Frauenkörper an die Gesellschaft und fördert Gesundheitsprobleme wie eine ablehnende Körperbewertung, ein schlechtes Selbstbewusstsein und Essstörungen", erklärte Frances Black, Mitinitiatorin der Petition, der "Huffington Post". Bislang wurden 12.500 Unterschriften gesammelt, doch das Dessouslabel hat sich noch nicht zu der öffentlichen Kritik geäußert.

Shitstorm auch gegen Topshop
Ähnlich hart gingen kürzlich Kunden gegen Topshop ins Gericht. Die britische Modekette präsentierte ihre aktuelle Kollektion nämlich an klapperdürren Schaufensterpuppen. "Ich habe schon viele dünne Schaufensterpuppen gesehen, aber diese hier sind magersüchtig. Unverantwortlich für eine Firma wie Topshop", regte sich die Britin Becky Leigh Hopper auf Twitter darüber auf und provozierte damit einen Shitstorm gegen die Bekleidungsfirma.

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