Die gefährliche Rebenkrankheit hat das weite Weinland befallen! Erste Fälle der „Goldgelben Vergilbung“ wurden im Bezirk Bruck an der Leitha bekannt. Verdächtige Pflanzen sofort melden!
Jetzt zählt rasches und konsequentes Handeln“, warnt NÖ-Landwirtschaftskammerpräsident Johannes Schmuckenschlager. Doch gegen die Krankheit selbst gibt es keine direkte Behandlung. Übertragen wird sie von der Amerikanischen Rebzikade – ein einziger infizierter Rebstock kann zur gefährlichen Quelle für weitere Ansteckungen werden.
Im Burgenland und in der Steiermark, aber auch in Tschechien und der Slowakei, hat sich die „Goldgelbe Vergilbung“ bereits massiv ausgebreitet. Niederösterreich hat deshalb vorgesorgt: Die Bekämpfung der Rebzikade wurde in Teilen des Landes verpflichtend, zudem gelten klare Vorgaben für betroffene Flächen. Dazu gehört auch die Rodung symptomtragender Reben. Nach dem ersten bestätigten Nachweis wurden nun die Maßnahmen eingeleitet.
Verdächtige Pflanzen sofort melden
„Entscheidend ist jetzt die Aufmerksamkeit aller – nicht nur der professionellen Winzer. Auch Reben in Privatgärten können eine Rolle spielen“, so Schmuckenschlager. Verdächtige Pflanzen müssen sofort gemeldet werden. Erkennbar ist die Krankheit an auffälligen Blättern: Bei Weißweinreben verfärben sie sich gelblich, bei roten Sorten dunkelrot. Die Blätter rollen sich auch ein – schließlich stirbt der Rebstock ab.
Schaden für Weinbau eindämmen
„Wir können die Krankheit nicht direkt bekämpfen, aber wir können ihre Ausbreitung bremsen“, sagt Schmuckenschlager. Jetzt geht es gegen die Zeit: Je früher befallene Reben erkannt, gemeldet und entfernt werden, desto größer die Chance, den Schaden für den Weinbau einzudämmen.
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