„Sofie“ und Perseiden

Wo man das Himmelsspektakel am besten sieht

Steiermark
12.08.2026 05:00

Wer die partielle Sonnenfinsternis heute mit fachkundiger Begleitung beobachten möchte, findet in der Steiermark einige gute Möglichkeiten. Doch Vorsicht: Für die Beobachtung der Sonne sind weder normale Sonnenbrillen noch die Handykamera geeignet.

Bei den Wetterbeobachtern der GeoSphere in Graz läuten die Telefone derzeit im Minutentakt. Die Frage der Fragen: Wo kann man heute Abend zwischen 19.22 Uhr und 20.14 Uhr die partielle Sonnenfinsternis am besten beobachten? „Idealerweise in erhöhten Lagen, also auf den Bergen, im Ennstal sowie im Osten und Südosten“, sagt Experte Hannes Rieder. Je weiter man Richtung Westen komme, umso schwieriger werde es: „Da können sich jederzeit Quellwolken vor die Sonne schieben.“

Kein Bett mehr frei
Eine Zitterpartie, dennoch werden heute Tausende Steirer in den abendlichen Himmel blicken, ist es doch die größte Verdunkelung seit der legendären „Sofi“ vom 11. August 1999 und die letzte vor dem 3. September 2081.

Wilfried Brauchart vom Stubenberghaus freut sich über ein volles Auftragsbuch.
Wilfried Brauchart vom Stubenberghaus freut sich über ein volles Auftragsbuch.(Bild: Christian Jauschowetz)
Der Nationalpark Gesäuse gehört zu den dunkelsten Regionen Mitteleuropas. Bis zu 6000 Sterne ...
Der Nationalpark Gesäuse gehört zu den dunkelsten Regionen Mitteleuropas. Bis zu 6000 Sterne kann man hier mit bloßem Auge bei klarer Sicht sehen.(Bild: Michael Kleinburger)
Vom Plabutscher Fürstenstand hat man eine gute Aussicht.
Vom Plabutscher Fürstenstand hat man eine gute Aussicht.(Bild: Fürstenstand Graz)
Biem Sternenturm Judenburg lädt man heute ab 18 Uhr zum „Sofie“-Abend. Aperol-Spritz ist dem ...
Biem Sternenturm Judenburg lädt man heute ab 18 Uhr zum „Sofie“-Abend. Aperol-Spritz ist dem Paket dabei.(Bild: Stmk. Tourismus/Foto Mitteregger)

Hochbetrieb wird etwa auf dem Schöckl erwartet. Bei klarem Wetter hat man hier auf 1445 Metern Höhe einen Rundumblick von der Rax über die Koralpe bis nach Slowenien. Davon profitiert auch die umliegende Gastro: „Wir sind seit drei Wochen ausreserviert“, sagt Wilfried Brauchart vom Stubenberghaus. Bis zu 29 Personen können in dem Alpenvereinshaus nächtigen, besonders begehrt ist die Suite Weitsicht – Sternderlschauen inklusive.

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Am besten wird man die Sonnenfinsternis in der nördlichen Obersteiermark und im Südosten sehen. Im Westen könnte die Sicht durch Quellwolken verdeckt sein.

Hannes Rieder, GeoSphere

Noch größere Chancen auf viele Sternschnuppen-Sichtungen – nach der „Sofi“ – hat man im Gesäuse. Die Region rund um Johnsbach gilt als einer der dunkelsten Orte Mitteleuropas, in klarer Nacht kann man hier mit bloßem Auge bis zu 6000 Sterne erkennen. Christoph Unterberger, Sprecher des Nationalparks: „Unter der Leitung von Johannes Sulzbacher findet ab dem Kölblwirt am Mittwoch eine eigene Sternenwanderung statt.“ Treffpunkt ist um 18 Uhr, Anmeldung unter:  0664/88 42 38 36.

Schutzbrillen vergriffen: Zittern bis zuletzt
Der steirische Astronomenverein lädt heute zum gemeinsamen Abend nach Kitzeck. Die Gemeinde organisiert wieder Liegestühle. Zittern bis zuletzt musste man im Sternenturm Judenburg: Die bestellten Schutzbrillen waren bei der Post hängengeblieben. Dienstagabend die Entwarnung: „Wir haben noch welche organisiert, unser Spezialabend im höchsten Planetarium Österreichs kann stattfinden“, so Bernhard Dietrich.

Achtung: Nie ohne Schutz (Sonnenbrillen sind keiner) beobachten und keine Handykameras verwenden, sie könnten beschädigt werden!

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